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Jun 17, 2013 •
Das Mondgebirge und die beiden (resp. drei) Seen, die sich daraus speisen, sind auf Sebastian Münsters Afrika-Karte gut erkennbar. Er erwähnt in der Cosmographia mehrere Theorien zur Position der Nilquelle. Einige Autoren sind etwa der Meinung, dass der mächtige Strom im Königreich Juba in Mauretanien entspringt. Münster schliesst sich jedoch der ptolemäischen Variante an. Er...
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Jun 17, 2013 •
Die Karte aus dem Jahr 1562 stammt von Paolo Forlani. Forlani war ein sehr erfolgreicher Kupferstecher und Kartograf in Venedig. Er war Teil einer Gruppe von Kartografen um Jacobo Gastaldi, die eine von Ptolemäus abweichende Vorstellung der afrikanischen Flusssysteme vertraten. Gastaldi war der Meinung, es gäbe einen grossen Quellsee namens ‚Lacus Zembere‘, aus dem der...
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Jun 17, 2013 •
Bereits antike Gelehrte, wie etwa Herodot oder Aristoteles, stellten Vermutungen zur Lage der Nilquelle an. Grösste Wirkung entfalteten jedoch die Schriften des Ptolemäus aus Alexandria, der im zweiten Jahrhundert vor Christus lebte. Nach Ptolemäus entspringt der Nil südlich des Äquators aus zwei Zwillingsseen am Fusse des so genannten Mondgebirges. Die Position dieses Gebirges war stets...
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Jun 17, 2013 •
Die in dem vorliegenden Sammelband erschienene Schrift des Eldad ben Mahli da-Dhani (in der Ausstellung zu sehen) gelangte um das Jahr 1544 in den Besitz von Sebastian Münster. Sie ist mit zahlreichen Marginalien aus Münsters Hand versehen. Es handelt sich um eines der wenigen erhaltenen Bücher aus den Beständen Münsters im Besitz der Universität Basel....
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Jun 17, 2013 •
Der ‚Ulmer Ptolemäus‘ von 1482 ist die erste Druckausgabe der Geographie des Ptolemäus ausserhalb Italiens nach der Wiederentdeckung des Werkes im Humanismus. Dieser prächtige und innovative Wiegendruck wurde von Lienhart Holl in Ulm hergestellt, und ,die Karten Holls, die als erste in Holz geschnitten sind, sind das Werk eines dominus/donnus Nicolaus Germanus.‘ (F. Hieronymus) Die...
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Jun 17, 2013 •
Am westlichen Rand des Nildeltas liegt die bedeutende Stadt Alexandria, die Heimatstadt des Ptolemäus und ein kulturelles Zentrum der hellenistischen Welt. Im sechsten Buch seiner Cosmographia gibt Münster, teils in Bezug auf Plinius, eine Beschreibung verschiedener ägyptischer Städte, wobei er Babylon in die Nachbarschaft von Memphis verlegt und mit Kairo gleichsetzt. Benannt sei Alexandria nach...
Münster wertete alle Quellen aus, die einem gelehrten Humanisten seiner Zeit zur Verfügung standen. Er las Reiseberichte und Beschreibungen der griechischen Antike wie die Historien des Herodot (484-424 v. Chr.) und die Geographie von Strabon (ca. 63 v. Chr. – 25 n. Chr.), denen er Informationen zu Griechenland, Kleinasien und Afrika entnahm, ebenso wie Klaudios...
Sebastian Münsters Präsentation des asiatischen Kontinents zeichnet sich durch einen Mangel an zeitgenössischen Informationen aus. Denn weder in den arabischen Ländern noch im Osmanischen Reich fand Münster Mitarbeiter, die ihn mit neuen Informationen zum grossen Kontinent im Osten versorgen konnten. Das ‚Informationstor‘ zum mittleren und fernen Orient blieb somit geschlossen, weshalb im Abschnitt zu Asien...
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Jun 13, 2013 •
Die Abbildung zeigt ein königliches Bestattungsritual in Scythia, dem heutigen Zentralasien. Die in dieser Region regierenden Könige wurden gemäss Münster nach deren Ableben von ihren Dienern „zu allen völckern ihrer herschaft“ getragen und der Bevölkerung präsentiert. Nach vollbrachtem Umzug wurden eine der Ehefrauen sowie ausgewählte Diener des Königs getötet und zusammen mit ihrem ehemaligen Herrscher...
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Jun 13, 2013 •
‚Diese Statt hat vor alte zeyten Sale geheyssen/ und ist ein klein künigreich gewesen (…) Was glück unnd onglück über diese statt gangen ist (…)/ ist offenbar auss der heylige geschrifft.‘ Im Abschnitt zum Heiligen Land verweist Münster auf biblische Erzählungen und erläutert die ereignisreiche Geschichte Jerusalems, der bedeutendsten Stadt des Heiligen Landes, wobei er...
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Jun 13, 2013 •
Münster bezieht sich auf den Gelehrten Strabo bei seinen Erläuterungen über die alexandrinische Belagerung des sogdischen Heeres. Nachdem sich 30.000 Sogdier auf ein steiles Felsmassiv zurückgezogen hatten, um sich vor den makedonischen Heeren in Sicherheit zu bringen, belagerte sie Alexander der Grosse mit seinen Truppen. Als Alexanders Aufruf zur Aufgabe der Sogdier mit der Bemerkung...