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	<description>Im Hafen fahre ich zur See – Sebastian Münster und die Welt</description>
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		<title>Impressionen</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Dec 2013 14:41:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ausstellung war ein voller Erfolg und ist leider bereits wieder abgebaut. Geblieben sind uns reichhaltige Erfahrungen und tolle Erinnerungen. Weitere Eindrücke aus dem gesamten Projekt finden Sie hier.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ausstellung war ein voller Erfolg und ist leider bereits wieder abgebaut. Geblieben sind uns reichhaltige Erfahrungen und tolle Erinnerungen.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/12/Impressionen_Vernissage_01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1809" alt="Impressionen_Vernissage_01" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/12/Impressionen_Vernissage_01-300x200.jpg" width="300" height="200" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/12/Impressionen_Vernissage_01-300x200.jpg 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/12/Impressionen_Vernissage_01.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Weitere Eindrücke aus dem gesamten Projekt finden Sie <a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/?page_id=1795">hier</a>.</p>
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		<title>Willkommen</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Jul 2013 13:26:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Herzlich willkommen auf der Webseite des Seminars &#8216;Paper Landscapes&#8217; vom Frühjahrsemester 2013 der Universität Basel. Das Seminar diente der Vorbereitung der Ausstellung &#8216;Im Hafen fahre ich zur See &#8211; Sebastian Münster und die Welt&#8217;, welche durch diese Webseite ergänzt wird.  Wir laden Sie ein auf eine Zeitreise: Erkunden Sie das Zeitalter der Entdeckungen am Beispiel der Weltbeschreibung des humanistischen Gelehrten Sebastian Münster. In der Ausstellung sind verschiedene Ausgaben seiner Cosmographia und andere kostbare Werke aus den Beständen der Universitätsbibliothek Basel zu sehen. _ AUSSTELLUNG 21. Juni &#8211; 27. September 2013 _ VERNISSAGE 21. Juni 2013 18.15 _ THEMENABEND 19. September 2013 18.15 _ ÖFFNUNGSZEITEN 22. Juni &#8211; 27. September 2013 Montag-Samstag: 8.30-21.00 Sonn- und Feiertag geschlossen _ ADRESSE Universitätsbibliothek Basel Schönbeinstrasse 18-20 CH-4056 Basel _ &#160;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Herzlich willkommen auf der Webseite des Seminars<a href="http://vorlesungsverzeichnis.unibas.ch/index.cfm?action=1&amp;LID=145602&amp;ID=145602&amp;act_int=0&amp;PeID=2012005&amp;&amp;DID=145602&amp;ML"> &#8216;Paper Landscapes&#8217;</a> vom Frühjahrsemester 2013 der Universität Basel. Das Seminar diente der Vorbereitung der Ausstellung &#8216;Im Hafen fahre ich zur See &#8211; Sebastian Münster und die Welt&#8217;, welche durch diese Webseite ergänzt wird.  Wir laden Sie ein auf eine Zeitreise: Erkunden Sie das Zeitalter der Entdeckungen am Beispiel der Weltbeschreibung des humanistischen Gelehrten <a title="Münster als Pionier der Kartografie" href="http://paperlandscapes.unibas.ch/?p=1459">Sebastian Münster</a>. In der Ausstellung sind verschiedene Ausgaben seiner <a title="Münsters Cosmographia Projekt" href="http://paperlandscapes.unibas.ch/?p=1438"><em>Cosmographia</em></a> und andere kostbare Werke aus den Beständen der <a href="http://www.ub.unibas.ch/ub-hauptbibliothek/newsdetail/?no_cache=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=361&amp;cHash=faabffaf5b1c03d4f78e15cabef2fa24">Universitätsbibliothek Basel</a> zu sehen.</p>
<p style="text-align: center;">_</p>
<p style="text-align: center;"><a title="AUSSTELLUNG" href="http://paperlandscapes.unibas.ch/?page_id=1766">AUSSTELLUNG</a></p>
<p style="text-align: center;"><a title="AUSSTELLUNG" href="http://paperlandscapes.unibas.ch/?page_id=1766"><img alt="Schriftzug_Ausstellung" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Schriftzug_Ausstellung-300x31.png" width="300" height="31" /></a></p>
<p style="text-align: center;">21. Juni &#8211; 27. September 2013</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Poster_A3_420_297_lowRes2.jpg"><img alt="Poster_A3_420_297_lowRes2" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Poster_A3_420_297_lowRes2-205x290.jpg" width="205" height="290" /></a></p>
<p style="text-align: center;">_</p>
<p style="text-align: center;"><a title="Vernissage" href="http://paperlandscapes.unibas.ch/?page_id=1692">VERNISSAGE</a><br />
21. Juni 2013<br />
18.15<br />
_</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.ub.unibas.ch/ub-hauptbibliothek/wir-ueber-uns/terminkalender/themenabende/#c19252">THEMENABEND</a><br />
19. September 2013<br />
18.15<br />
_</p>
<p style="text-align: center;">ÖFFNUNGSZEITEN<br />
22. Juni &#8211; 27. September 2013<br />
Montag-Samstag: 8.30-21.00<br />
Sonn- und Feiertag geschlossen<br />
_</p>
<p style="text-align: center;">ADRESSE<br />
Universitätsbibliothek Basel<br />
Schönbeinstrasse 18-20<br />
CH-4056 Basel</p>
<p style="text-align: center;">_</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Münsters Briefe</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 14:40:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie Münster]]></category>

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		<description><![CDATA[Brief von Sebastian Münster an Matthias Erb, 3. Januar [1548] . Dem Hochgelehrten und hochgebildeten Manne, Herrn Matthias Erb, dem Prediger von Reichenweier, seinem untadeligen Freund. Gruss im Herrn! Hochgelehrter Mann, ich habe Deinen Brief erhalten, dessen Anfang mich nicht wenig erfreute. Aber Du schliesst unmittelbar etwas an, was mich doch sehr verwirrte. Ich bedaure, dass der Fürst zürnt, nicht nur dass er durch mich beleidigt, sondern dass er sehr erbittert ist. Wenn ich nur seine Ansicht vor der zweiten Ausgabe der Kosmographie gewusst hätte, sicher hätte ich dann die Stelle, durch die er beleidigt wurde, ohne weiteres abgemildert. Denn der christliche Fürst soll mich nicht für so ungerecht halten, dass ich die Beleidigung gegen ihn erdacht hätte. Im Laufe meiner Arbeit wurden mir von überallher geschriebene Bücher ausgeliehen, aus denen ich diese und andere annalistische Tatenberichte entnommen habe, die sich besonders auf das Elsass bezogen. Sehr vieles, das nicht selten affektvoll geschrieben war, habe ich so zu mässigen versucht, dass ich sogar von einigen getadelt wurde, ich würde die geschichtliche Wahrheit nicht beachten. Ich habe gehofft, mir den Dank der Fürsten zu verdienen, aber das Gegenteil ist geschehen, wie ich sehe. [&#8230;] So bin ich auch vom Hofe des [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Brief von Sebastian Münster an Matthias Erb, 3. Januar [1548]</strong></p>
<p>.<br />
Dem Hochgelehrten und hochgebildeten Manne, Herrn Matthias Erb, dem Prediger von Reichenweier, seinem untadeligen Freund.</p>
<p>Gruss im Herrn! Hochgelehrter Mann, ich habe Deinen Brief erhalten, dessen Anfang mich nicht wenig erfreute. Aber Du schliesst unmittelbar etwas an, was mich doch sehr verwirrte. Ich bedaure, dass der Fürst zürnt, nicht nur dass er durch mich beleidigt, sondern dass er sehr erbittert ist. Wenn ich nur seine Ansicht vor der zweiten Ausgabe der Kosmographie gewusst hätte, sicher hätte ich dann die Stelle, durch die er beleidigt wurde, ohne weiteres abgemildert. Denn der christliche Fürst soll mich nicht für so ungerecht halten, dass ich die Beleidigung gegen ihn erdacht hätte. Im Laufe meiner Arbeit wurden mir von überallher geschriebene Bücher ausgeliehen, aus denen ich diese und andere annalistische Tatenberichte entnommen habe, die sich besonders auf das Elsass bezogen. Sehr vieles, das nicht selten affektvoll geschrieben war, habe ich so zu mässigen versucht, dass ich sogar von einigen getadelt wurde, ich würde die geschichtliche Wahrheit nicht beachten. Ich habe gehofft, mir den Dank der Fürsten zu verdienen, aber das Gegenteil ist geschehen, wie ich sehe. [&#8230;] So bin ich auch vom Hofe des Königs von Schweden ermahnt worden, einiges zu ändern aus den Beiträgen von Jakob Ziegler und Olaus Magnus. Ich hoffe dadurch den aufgebrachten Fürsten zu besänftigen. Wenn er aber an meinem guten Glauben zweifelt, kann ich ihm die Bücher zeigen aus denen ich geschöpft habe. Ich gebe jedoch meine Unklugheit zu, dass ich das kritiklos in meinem Buch aufnahm. [&#8230;] Ich rühme Deine Redlichkeit, weil Du mich so freundlich bei Deinem Fürsten entschuldigt hast und nach Deinen Kräften darum bemüht warst, seinen Zorn von mir abzuwenden. Ich bitte Dich ferner, wenn noch etwas anderes im Tatenbericht der Württembergischen Fürsten steht, was nicht wahr ist, dass Du das von Deinem Fürsten ermittelst und mir mitteilst. Denn ich möchte solche Dinge streichen, die nicht wahr sind. [&#8230;] Man darf aber der Geschichte die Wahrheit nicht entziehen, doch muss man mit Klugheit alles mässigen und darf nicht in ein Wespennest stechen. Wie ich höre, erhitzt sich der Fürst zuerst sehr, aber mit der Zeit wird er milder, Ich hoffe, dass er mir in der Folge wohlgesinnter werden wird. Lebe wohl, hochgelehrter Mann.</p>
<p>.<br />
Basel, den 3. Januar [1548]<br />
Sebastian Münster</p>
<p>.<br />
(Aus Burmeister, Karl Heinz: Briefe Sebastian Münsters.<br />
Lateinisch und Deutsch, Ingelheim am Rhein 1964.)</p>
<p>_</p>
<p><strong>Brief von Sebastian Münster an Konrad Pelikan, 2. Auffahrtstag [1547]</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dem hochgebildeten und hochgelehrten Manne, Konrad Pelikan, dem Zürcher Professor, seinem verehrten Lehrer.</p>
<p>Gruß dem Herrn! Hochgelehrter Lehrer, wie es Dir in Deinem hohen Alter geht, wissen wir nicht genau, wenn auch vor einigen Tagen jemand der von Zürich zu mir kam, mir und meiner Frau erzählte, es ginge Dir für Dein Alter noch recht gut. Dank der Güte Gottes geht es mir und meiner Familie gut. Wir sind alle gesund.</p>
<p>Vor 14 Tagen war ich in Pforzheim beim Marktgrafen in einer Erbschaftssache meiner Frau. Er war mir in meiner Angelegenheit sehr gewogen. Im Kloster leben nur noch vier Brüder, zwei Geistliche und zwei Laien, die nichts tun als die Messe zu lesen. Der Pfarrer und der Prediger wie fast auch die ganze Stadt haben die wahre Religion angenommen und die Priester des Klosters bei ihren papistischen Zeremonien zurückgelassen.</p>
<p>Dann machte ich einen Abstecher zum Pfalzgrafen Ottheinrich, der sich bei den Bädern in Baden aufhielt. Er nahm mich sehr gastfreundlich auf. Er bat mich, ihm die zweite Ausgabe der hebräischen Bibel, wie sie in Venedig gedruckt ist, mit den Kommentaren und aramäischen Übersetzungen, zu kaufen; aber ich weiß noch nicht genau, wie ich das erreichen kann.</p>
<p>Als ich schließlich nach Hause zurückehrte, geschah das, was ich befürchtet und zu vermeiden versucht hatte: ich wurde nämlich zum Rektor der Universität gewählt. Ob ich will oder nicht, ich muß diese Last auf meine schwachen Schultern nehmen.</p>
<p>Auch habe ich noch erfahren, als ich am Hofe des Pfalzgrafen war, daß unsere Heidelberger Franziskaner auf vier oder sechs vermindert sind und ihnen die Aufgabe, Messe zu lesen und zu predigen, genommen worden ist.</p>
<p>Vor drei Tagen kam mein Bruder aus Ingelheim zu mir nach Basel; 22 Jahre hatte ich ihn nicht gesehen. Er kam mit seinem Sohn Andreas, dem Überbringer dieses Briefes; er hat in Italien studiert, dann in Frankfurt an der Oder, schließlich in Königsberg in Preußen, wo er auch während einiger Jahre als Prediger wirkte. Sein ganzes Studium gilt den heiligen Dingen, während er alle anderen Studien vernachlässigt hat. Ich werde deswegen auch dem Pfalzgrafen schreiben, ihm eine Stellung im Dienst des Wortes zu verschaffen, die seiner würdig ist und seine Kräfte nicht übersteigt; sein Herz brennt nämlich darauf, das wahre Christentum zu lehren. Er bat auch mich, ihm mit einigen theologischen Büchern auszuhelfen oder ihm welche zu kaufen, ich habe es gern getan. Ich gab ihm fast alle meine Bücher außer den hebräischen, obwohl ich nicht viel habe. Er möchte auch die Zürcher Bibel haben wie auch sein Bruder Joseph, der Lüneburger. Da er aber nicht allzuviel Geld hat, hielt ich es für gut, ihn nach Zürich zu schicken, wo er sich billiger als anderswo diese Bücher beschaffen kann. Denn ich glaube, Christoph Froschauer wird ihm das Buch mir zuliebe zum Einkaufspreis geben. Ich werde ihn dann bezahlen, sobald er nach Basel kommt. Dann kann es auch sein, daß bei Dir einige theologische Bücher und Büchlein sind, die Du nicht besonders schätz und die Du beiseite gelegt hast, die auch für Deine Nachkommen nicht von Bedeutung sind, mit denen Du den Jüngling bereichern und beehren kannst. Aber ich will nicht, daß Du seinetwegen Deine Bibliothek plünderst. Er wird mit Freude auch Bruchstücke annehmen, die bei Dir im Überfluß vorhanden sind. Handle so, wie es Dir gut scheint. Der Jüngling brennt darauf, Dich persönlich zu sehen, besonders deshalb, weil Du durch mich einigen Einfluß auf die Ausbildung seines Bruders Joseph genommen hast, vor allem im Hebräischen. Denn dieser war einst in Heidelberg in meiner Obhut. Wenn ich Dir einen Ausgleich verschaffen kann, werde ich nach Kräften darum bemüht sein.</p>
<p>Du wirst vielleicht fragen, womit ich mich zur Zeit beschäftige. Ich will es Dir sagen: Vor einiger Zeit habe ich die &gt;Spaera mundi&lt; beendet, die einst von einem gelehrten Juden in Spanien verfasst wurde; ich habe sie durch meine Anmerkungen veranschaulicht. Die sehr alte Handschrift wurde mir aus Venedig geschickt. Jetzt aber bin ich ganz mit der Kosmographie beschäftigt, die ich zum dritten Mal herausgeben will. Allenthalben werden viele Ergänzungen zur Verfügung gestellt. Ich erwarte auch Bilder der Städte Deutschlands von der Größe eines Blattes. Auf meine Bitte hin haben schon die Frankfurter, Speyrer, Landauer, Kolmarer, Weißenburger, Marburger, Solothurner, Lindauer, Feldkircher, Churer und viele andere Bilder ihrer Städte zur Verfügung gestellt. Aber das werde ich Dir zu anderer Zeit ausführlich schreiben. Für heute lebe wohl.</p>
<p>Basel, am 2. Auffahrtstag [1547]       Dein Sebast. Münster</p>
<p>Meine Frau grüßt Dich freundlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quelle:</p>
<p>„Briefe Sebastian Münsters. Lateinisch und Deutsch“</p>
<p>Karl Heinz Burmeister (Hrsg.)</p>
<p>1964, Insel-Verlag. Seite 122-124</p>
<p>_</p>
<p><strong>Brief von Sebastian Münster an Cornelius Wouters und Georg Kassander, 4. Mai 1550</strong></p>
<p>Den hochgebildeten und hochgelehrten Männern, den Herren Cornelius Wouters von Gent und Georg Kassander, seinen erhabenen Freunden, Köln.</p>
<p>Meinen Gruß! Hochgelehrte Männer, die Arbeit, die nun schon lange in meinen Händen liegt, habe ich jetzt endlich schlecht und recht beendet. Ich sage &gt;schlecht und recht&lt;, weil dieses Unternehmen kein Ende hat, was die Schriftstücke beweisen, die mir von Zeit zu Zeit geschickt werden. So sandte mir der Pfalzgraf Johannes ein Bild seiner Stadt, die Pommern schickten mir auch verschiedene Bilder und Beschreibungen ihres Rätiens, die Straßburger fertigten auch ein Bild ihrer Stadt an, die von Baden-Baden wollen ihren Ort verherrlichen. Nur die Niederdeutschen tragen nichts bei, obwohl sie doch so herrliche Städte bewohnen. Wie ich höre, gibt es bei Euch ein Bild der Stadt Gent, das ich auch dem Buch einverleiben möchte; aber man muß sich an den Rat wenden, daß er auch eine geldliche Unterstützung schickt, wie es fast alle anderen Städte Deutschlands getan haben: Wer könnte sonst solche Kosten tragen! Das weiß ich, daß wir allein für das Schneiden der Bilder 450 Gulden Unkosten gehabt haben; aber, wie ich bereits schrieb, haben die Fürsten, Bischöfe und Städte diese Kosten etwas erleichtert. Die Bilder ausländischer Städte werden auf unsere Kosten angefertigt, so die von Paris, Rom, Florenz, Kairo (das jetzt geschnitten wird), Konstantinopel, Venedig, Belgrad, Algier, Jerusalem usw. Ich habe mich mit meinen Briefen auch an die Aachener, Utrechter und Lütticher gewandt, aber nichts erhalten. Vielleicht wird das veröffentlichte Buch demnächst noch mehrere anreizen, daß sie von sich aus ihre Arbeiten dazu beitragen. Aber hierüber genug, ich kehre zu Euch zurück.</p>
<p>Ich trauere mit Euch, beste Männer, daß ihr bis heute immer noch aus der Heimat verbannt lebt, aber andererseits lobe ich Eure Beständigkeit in der von Euch angenommenen Erkenntnis der wahren Religion, daß nicht einmal die Liebe zu Eurem treuen Vaterland Euch wegreißen kann von der geahnten Liebe zum himmlischen Vaterland. Der Euch diesen heiligen Entschluß eingegeben hat, bewahre Euch bis ans Ende.</p>
<p>Wie leben hier immer noch nach unserer Gewohnheit, nachdem wir nun schon zwei Jahre lang durch viele Schrecken beunruhigt worden sind. Euch, Ihr besten Männer, dank ich vielmals für die Büchlein, die Ihr mir während der zwei Jahre geschickt habt, von denen das erstere, nämlich die Geschichte Flanderns, mir von nicht geringem Vorteil war, da ich aus ihr die ganze Genealogie der Grafen von Flandern zusammenstellen konnte. Das andere über den Triumpf, mit dem der König Philipp empfangen worden ist, habe ich nur oberflächlich gelesen und andern zu lesen gegeben. Wir werden sehen, was uns der Augsburger Reichstag bringen wird, der schon im Juni sein soll. Möge der Herr dafür sorgen, daß nur sein Ruhm gesucht wird. Ihr lebet inzwischen wohl!</p>
<p>Basel, den 4. Mai 1550           Sebast. Münster</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quelle:</p>
<p>„Briefe Sebastian Münsters. Lateinisch und Deutsch“</p>
<p>Karl Heinz Burmeister (Hrsg.)</p>
<p>1964, Insel-Verlag</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Sebastian Münster und der Wein</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 14:19:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Biographie Münster]]></category>

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		<description><![CDATA[‚… und der Wein erfreue des Menschen Herz &#8230;‘ Auszug aus Psalm 104, den sich Münster zum Leitwort gewählt hatte. Sebastian Münster wurde im Weindorf Nieder-Ingelheim am Rhein geboren. Der Wein und sein Anbau umgaben ihn von Kindsfüssen an; seine Grosseltern waren eigens wegen des Weinbaus aus Münster bei Bingen nach Ingelheim gezogen, und in ihren Weinbergen und beim Keltern der Trauben erwachte wohl sein Interesse an den Prozessen, die von der Frucht zum von so Vielen geschätzten guten Tropfen führen. In Basel baute Münster auf seinem Grundstück am Sternengässlein Wein an, selbst als er schon Hochschullehrer und Rektor war. So schrieb er in einem Brief an Konrad Pelikan am 2. November 1545 erfreut: ‚Wein ist uns fast so viel gewachsen, wie wir für unseren eigenen Bedarf nötig haben‘. In der Cosmographia spielt der Wein eine wichtige Rolle und wird über zweihundert Mal erwähnt (z. Bsp. bei &#8216;Janus und der Besiedelung Roms&#8216; oder &#8216;Frauen in Italien&#8216;). In den späteren Ausgaben finden sich Abbildungen der Weinstöcke mit Hinweisen zur Kultivierung in verschiedenen Weinbaugebieten. Bilder: Cosmographia, 1567 / Universitätsbibliothek Basel, EV II 2]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V1_weinranke_1567_Web1.jpg"><img class="size-medium wp-image-1665 alignleft" alt="V1_weinranke_1567_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V1_weinranke_1567_Web1-191x300.jpg" width="164" height="258" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V1_weinranke_1567_Web1-191x300.jpg 191w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V1_weinranke_1567_Web1-185x290.jpg 185w" sizes="(max-width: 164px) 100vw, 164px" /></a><strong>‚… und der Wein erfreue des Menschen Herz &#8230;‘ </strong>Auszug aus Psalm 104, den sich Münster zum Leitwort gewählt <a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V1_Wein_I_Web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1664 alignright" alt="V1_Wein_I_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V1_Wein_I_Web-245x300.jpg" width="193" height="237" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V1_Wein_I_Web-245x300.jpg 245w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V1_Wein_I_Web-237x290.jpg 237w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V1_Wein_I_Web.jpg 413w" sizes="(max-width: 193px) 100vw, 193px" /></a>hatte.</p>
<p>Sebastian Münster wurde im Weindorf Nieder-Ingelheim am Rhein geboren. Der Wein und sein Anbau umgaben ihn von Kindsfüssen an; seine Grosseltern waren eigens wegen des Weinbaus aus Münster bei Bingen nach Ingelheim gezogen, und in ihren Weinbergen und beim Keltern der Trauben erwachte wohl sein Interesse an den Prozessen, die von der Frucht zum von so Vielen geschätzten guten Tropfen führen. In Basel baute Münster auf seinem Grundstück am Sternengässlein Wein an, selbst als er schon Hochschullehrer und Rektor war. So schrieb er in einem Brief an Konrad Pelikan am 2. November 1545 erfreut: ‚Wein ist uns fast so viel gewachsen, wie wir für unseren eigenen Bedarf nötig haben‘. In der <em>Cosmographia</em> spielt der Wein eine wichtige Rolle und wird über zweihundert Mal erwähnt (z. Bsp. bei &#8216;<a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/?p=675">Janus und der Besiedelung Roms</a>&#8216; oder &#8216;<a title="Frauen in Italien" href="http://paperlandscapes.unibas.ch/?p=719">Frauen in Italien</a>&#8216;). In den späteren Ausgaben finden sich Abbildungen der Weinstöcke mit Hinweisen zur Kultivierung in verschiedenen Weinbaugebieten.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V1_fass_1567_Web1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1663" alt="V1_fass_1567_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V1_fass_1567_Web1-300x232.jpg" width="300" height="232" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V1_fass_1567_Web1-300x232.jpg 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V1_fass_1567_Web1-290x224.jpg 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V1_fass_1567_Web1.jpg 472w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Bilder: <em>Cosmographia</em>, 1567 / Universitätsbibliothek Basel, EV II 2</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Schiffe</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 08:51:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Neue Inseln]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Schiffsillustrationen schmücken die Erläuterungen zu den Neuen Inseln. Dieses Schiff erscheint im Kapitel zu den ‚Ländern/ welche westwarts von Florida ligen/ gegendem Sudsee‘ in der Cosmographia von 1628, S. 1705. Universitätsbibliothek Basel, EU I 61]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Viele Schiffsillustrationen schmücken die Erläuterungen zu den Neuen Inseln. Dieses Schiff erscheint im Kapitel zu den ‚Ländern/ welche westwarts von Florida ligen/ gegendem Sudsee‘ in der <em>Cosmographia</em> von 1628, S. 1705.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V14_schiff_Web.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1644" alt="V14_schiff_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V14_schiff_Web.jpg" width="354" height="337" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V14_schiff_Web.jpg 354w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V14_schiff_Web-290x276.jpg 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V14_schiff_Web-300x285.jpg 300w" sizes="(max-width: 354px) 100vw, 354px" /></a><br />
Universitätsbibliothek Basel, EU I 61</p>
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		<title>Drachen in der Schweiz</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 13:31:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Monster]]></category>
		<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl die Schweiz nicht an der unbekannten Peripherie zu Europa lag, gab es auch hier ein mythisches Wesen, an dessen Existenz man erst Ende des 17. Jahrhunderts zu zweifeln begann. Es handelt sich um den Drachen, der erstaunlicherweise im Kontext dieser Zeichnung nicht erwähnt wird, sondern nur abgebildet ist (am rechten oberen Bildrand). In der Cosmographia von 1544 ergänzt diese Abbildung die Geschichte der Schweiz um 100 vor Christus. In der Cosmographia von 1545 erscheint sie jedoch im Zusammenhang mit der Schlacht am Morgarten und dem ‚erst Schweytzer bundt‘, ‚dreyenlend oder dreyer wald stetten bundt‘ (1545, S. 297) zwischen Uri, Schwyz und Unterwalden um 1316. Somit tritt der Drache in der Cosmographia von 1545 als Teil der Kulisse eines wichtigen historischen Ereignisses auf und scheint keine grosse Beachtung zu erhalten. Interessant ist, dass der Drache auch im Kapitel ‚Von wilden und seltzamen thieren und allerley wild prät / so man in Wallis und gar nah in dem gantzen Schweytzer gebirg / und hohen Alpen biss in Etschland findt‘ (1545, S. 270) unerwähnt bleibt. In diesem Kapitel muss man sich mit Steinböcken und Murmeltieren zufrieden geben, wobei Münster über das Murmeltier schreibt: ‚Ich möcht wol vil von disem their schreiben / [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_drache_Web.jpg"><img class="size-full wp-image-1602 alignleft" alt="V16_drache_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_drache_Web.jpg" width="413" height="482" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_drache_Web.jpg 413w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_drache_Web-248x290.jpg 248w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_drache_Web-257x300.jpg 257w" sizes="(max-width: 413px) 100vw, 413px" /></a>Obwohl die Schweiz nicht an der unbekannten Peripherie zu Europa lag, gab es auch hier ein mythisches Wesen, an dessen Existenz man erst Ende des 17. Jahrhunderts zu zweifeln begann. Es handelt sich um den Drachen, der erstaunlicherweise im Kontext dieser Zeichnung nicht erwähnt wird, sondern nur abgebildet ist (am rechten oberen Bildrand). In der Cosmographia von 1544 ergänzt diese Abbildung die Geschichte der Schweiz um 100 vor Christus. In der Cosmographia von 1545 erscheint sie jedoch im Zusammenhang mit der Schlacht am Morgarten und dem ‚erst Schweytzer bundt‘, ‚dreyenlend oder dreyer wald stetten bundt‘ (1545, S. 297) zwischen Uri, Schwyz und Unterwalden um 1316. Somit tritt der Drache in der Cosmographia von 1545 als Teil der Kulisse eines wichtigen historischen Ereignisses auf und scheint keine grosse Beachtung zu erhalten. Interessant ist, dass der Drache auch im Kapitel ‚Von wilden und seltzamen thieren und allerley wild prät / so man in Wallis und gar nah in dem gantzen Schweytzer gebirg / und hohen Alpen biss in Etschland findt‘ (1545, S. 270) unerwähnt bleibt. In diesem Kapitel muss man sich mit Steinböcken und Murmeltieren zufrieden geben, wobei Münster über das Murmeltier schreibt: ‚Ich möcht wol vil von disem their schreiben / wann ich nitt eylen müst in andere lender die zubesichtigen und zubeschreiben.‘ (1545, S. 272)<br />
Bild: Cosmographia, 1544, S. 212,<br />
Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Die Honiglegende und ein seltsamer Fisch im Moscoviterland</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 13:29:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Honiglegende ‚Es kompt etwan das man hole baeum findt die so gross und weyt seind als fuedzig fesser / unnd seind erfült mit honig. Und darvon schreibt Paulus Jovius / das Demetrius ein Moscovyter zuo Rom vor wenigen jaren gesagt hab / das in seinem flecken ein bauwers man was / der gieng uff ein zeit in den wald das er honig suochen wolt / unn fand auch ein grossen holen baum vol honigs. Und als er daruff steygen wolt das honig zuo besichtigen fiel er bis über die brust in den honig / und stack auch zwen tag darin / das er nit heraus kommen mocht. Er schrye wol fast / aber es was niemand in dem wald der es hoert. Und do er sich verwegen hett er muest in dem honig sterben / kam wunderbarliche ein baer herzuo / und zoch in heraus. Dann es wolt der baer in den baum steygen und honig fressen / do ergreiff in der man mit beiden henden an seinen kloetzen / und macht ein gross geschrey / gleich als woelt er den baeren vertreiben / do erschrack der baer also fast / das er eylends sich heraus macht unn den [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Honiglegende</strong><br />
‚Es kompt etwan das man hole baeum findt die so gross und weyt seind als fuedzig fesser / unnd seind erfült mit honig. Und darvon schreibt Paulus Jovius / das Demetrius ein Moscovyter zuo Rom vor wenigen jaren gesagt hab / das in seinem flecken ein bauwers man was / der gieng uff ein zeit in den wald das er honig suochen wolt / unn fand auch ein grossen holen baum vol honigs. Und als er daruff steygen wolt das honig zuo besichtigen fiel er bis über die brust in den honig / und stack auch zwen tag darin / das er nit heraus kommen mocht. Er schrye wol fast / aber es was niemand in dem wald der es hoert. Und do er sich verwegen hett er muest in dem honig sterben / kam wunderbarliche ein baer herzuo / und zoch in heraus. Dann es wolt der baer in den baum steygen und honig fressen / do ergreiff in der man mit beiden henden an seinen kloetzen / und macht ein gross geschrey / gleich als woelt er den baeren vertreiben / do erschrack der baer also fast / das er eylends sich heraus macht unn den mann mit im heraus zuog.‘ (1544, S. 545)</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_honigbaer_Web.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1606" alt="V16_honigbaer_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_honigbaer_Web.jpg" width="472" height="270" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_honigbaer_Web.jpg 472w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_honigbaer_Web-290x165.jpg 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_honigbaer_Web-300x171.jpg 300w" sizes="(max-width: 472px) 100vw, 472px" /></a></p>
<p>Bild: <em>Cosmographia</em> 1544, S. 546<br />
Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
<p>&#8211;<br />
<strong>Der seltsame Fisch</strong><br />
‚Do wirt auch im moere ein fisch gefunden / den die Moscovyter Mors nennen / der steygt mit hilff seiner zenen uff die berg am moere gelegen und falt die andere seyten des bergs wider hinab / und dann so fahen in die ynwoner des lands Juhra / und schicken die zenn in Moscovyten unnd in die Türckey / do macht man messer hefft daraus.‘ (1544, S. 527)</p>
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		<title>Janus und die Besiedelung Italiens</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 13:26:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>

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		<description><![CDATA[In Münsters Beschreibung zu Italien und dessen Besiedelung, beginnt er mit der Geschichte des Janus: ‚Es schriben die alten einhellig / das Janus / den man auch Ogygem nempt / kommen sei zuo der zeit in Italiam / do die weldt noch guldin unn die menschen fromm waren. Er leret die menschen / wie man wyn und frucht pflantzen solt / unnd darvon opffern solt / unnd messigliche essen. Dann wie Fabius Pictor schribt / diser Janus ist ein priester unnd geystlich man gewesen. Er was gelert und ein Philosophus unnd Theologus / das ist / in natürlicher unnd Göttlicher wyssheit erfaren. Ja er ist gewesen ein vatter der Götter und der menschen / ein anfenglichs haupt und regierer des gantzen ersten menschlichen geschlechts / an dem gestanden ist zuo syner zeit der grossen unn wyten weldt hüt.‘ (1544, S. 93-94) Des Weiteren will Münster sicherstellen, dass seine Leserschaft weiss: ‚das Janus kompt von einem hebreischen wort / nemlich ןִיַי  das heisst wyn / unnd wirt diser also Janus geheissen / das er zuom ersten den wyn erfunden hat‘ (1544, S. 94) Heute ist Janus nicht unbedingt als Erfinder des Weins bekannt, sondern als Gott des Anfangs und des Endes. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_Janus_Web.jpg"><img class="size-full wp-image-1607 alignleft" alt="V16_Janus_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_Janus_Web.jpg" width="354" height="413" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_Janus_Web.jpg 354w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_Janus_Web-257x300.jpg 257w" sizes="(max-width: 354px) 100vw, 354px" /></a>In Münsters Beschreibung zu Italien und dessen Besiedelung, beginnt er mit der Geschichte des Janus: ‚Es schriben die alten einhellig / das Janus / den man auch Ogygem nempt / kommen sei zuo der zeit in Italiam / do die weldt noch guldin unn die menschen fromm waren. Er leret die menschen / wie man wyn und frucht pflantzen solt / unnd darvon opffern solt / unnd messigliche essen. Dann wie Fabius Pictor schribt / diser Janus ist ein priester unnd geystlich man gewesen. Er was gelert und ein Philosophus unnd Theologus / das ist / in natürlicher unnd Göttlicher wyssheit erfaren. Ja er ist gewesen ein vatter der Götter und der menschen / ein anfenglichs haupt und regierer des gantzen ersten menschlichen geschlechts / an dem gestanden ist zuo syner zeit der grossen unn wyten weldt hüt.‘ (1544, S. 93-94)<br />
Des Weiteren will Münster sicherstellen, dass seine Leserschaft weiss: ‚das Janus kompt von einem hebreischen wort / nemlich<br />
<a href="http://www.milon.li/a080715.php">ןִיַי</a>  das heisst wyn / unnd wirt diser also Janus geheissen / das er zuom ersten den wyn erfunden hat‘ (1544, S. 94)<br />
Heute ist Janus nicht unbedingt als Erfinder des Weins bekannt, sondern als Gott des Anfangs und des Endes. Der Monat Januar ist ihm gewidmet, weil der Jahreswechsel ein Moment des Rück- und Vorausblickens darstellt. Normalerweise wird sein Name vom Lateinischen Wort <em>ianua</em> für Türe, Eingang und <em>ianus</em> für Durchgang, Torbogen abgeleitet. Bemerkenswert ist also, dass Münsters Beschreibung von Janus vermutlich von seiner eigenen Biografie geprägt ist, war Münster doch Professor für Hebräisch und stammte aus einer <a title="Sebastian Münster und der Wein" href="http://paperlandscapes.unibas.ch/?p=1659">Winzerfamilie</a>.<br />
Bild:<em> Cosmographia</em>, 1544, S. 93,<br />
Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Frauen in Italien</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 13:23:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Für Vesta, heute bekannt als die Göttin des Herdes oder des Haushalts, wurde in Rom ein Tempel gebaut, in dem Jungfrauen (Vestalinnen) ein ewiges Feuer zu Ehren der Göttin brennen liessen. Der allgemeinen Geschichtsüberlieferung nach, wurden die Vestalinnen im Alter von sechs bis zehn Jahren vom höchsten Priester ausgesucht. Münster schreibt: ‚Wann disse junckfrawen dryssig jar im tempel waren gewesen / mochten sie wider uss dem closter kommen und zu der ee gryfen‘ (1544, S. 99). Wenn eine Vestalin ihren Pflichten, wie der sexuellen Enthaltsamkeit, nicht nachkam, ‚legt man sie wie ein todten in ein bor unnd band sie mit zügeln / unnd trug sie heruss zu einem grossen erdspalten oder hülen / unnd mit verbundnem haupt begrub sie der oberst priester also lebendig / unn das was zu Rom ein kläglich spectakel / und hett die statt sunst kein trurigern tag / dann so ein solicher zufal sich begab.‘ (1544, S. 99) Bild: Cosmographia 1544, S. 99 Universitätsbibliothek Basel, EU I 55 &#8211; Auch der ‚normalen‘ Hausfrau drohte der Tod, wenn sie sich nicht an die Regeln hielt: ‚Der sitte halb soltu wissen dz Romulus vor alten zeiten vil ordnungen unn satzungen seinen underthanen für geschriben hat / unn [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Für Vesta, heute bekannt als die Göttin des Herdes oder des Haushalts, wurde in Rom ein Tempel gebaut, in dem Jungfrauen (Vestalinnen) ein ewiges Feuer zu Ehren der Göttin brennen liessen. Der allgemeinen Geschichtsüberlieferung nach, wurden die Vestalinnen im Alter von sechs bis zehn Jahren vom höchsten Priester ausgesucht. Münster schreibt: ‚Wann disse junckfrawen dryssig jar im tempel waren gewesen / mochten sie wider uss dem closter kommen und zu der ee gryfen‘ (1544, S. 99). Wenn eine Vestalin ihren Pflichten, wie der sexuellen Enthaltsamkeit, nicht nachkam, ‚legt man sie wie ein todten in ein bor unnd band sie mit zügeln / unnd trug sie heruss zu einem grossen erdspalten oder hülen / unnd mit verbundnem haupt begrub sie der oberst priester also lebendig / unn das was zu Rom ein kläglich spectakel / und hett die statt sunst kein trurigern tag / dann so ein solicher zufal sich begab.‘ (1544, S. 99)</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauI_Web.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1604" alt="V16_FrauI_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauI_Web.jpg" width="354" height="330" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauI_Web.jpg 354w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauI_Web-300x279.jpg 300w" sizes="(max-width: 354px) 100vw, 354px" /></a><br />
Bild: <em>Cosmographia</em> 1544, S. 99<br />
Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
<p>&#8211;<br />
Auch der ‚normalen‘ Hausfrau drohte der Tod, wenn sie sich nicht an die Regeln hielt: ‚Der sitte halb soltu wissen dz Romulus vor alten zeiten vil ordnungen unn satzungen seinen underthanen für geschriben hat / unn nemlich das ein eelich hussfraw solt das gelt und alle ding mit irem man gemein han. [&#8230;] Unnd wann sie eins eebruchs überzügt wurd / möcht der man mit der fründtschafft sie tödten wie er wölt. Dess glychen möcht er auch mit ir handlen wann sie doheim wyn hett getruncken. Und do (hat als man meint) ist es kommen / das die menner so sie heim in ir huss giengen / küssten ire wyber und töchter / und namen do mit acht ob sie von inen wyn schmeckten. Sie waren des wyns halb darumb so streng / das sie meinten die trunckenheit geb gross ursach / und were ein anfang der lyblichen verstellung.‘ (1544, S. 115-116 )</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauII_Web.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1605" alt="V16_FrauII_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauII_Web.jpg" width="354" height="326" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauII_Web.jpg 354w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauII_Web-300x276.jpg 300w" sizes="(max-width: 354px) 100vw, 354px" /></a><br />
Bild: <em>Cosmographia</em> 1544, S. 116<br />
Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Wunderwaffe und Zauberei</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 13:19:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wunderwaffe der Tartaren in Polen ‚Darab erschracken die Polecken und fluhent / aber hertzog Heinrich von Lignitz hielt hert über den Tartern / bis ein and hauff den Tartern zuo hilff kam / in woelchen was ein fendrich der truog oben uff der lantzen ein schwartzen kopff mit einem langen bart. Und als er das fenlyn mit sampt dem schwarzten kopff erschütt / do gieng vonn stund an ein vergifftiger rauch und boeser geschmack aus dem kopff in die Polecken / das inen onmechtig ward / und (1544, S.528) wurden von den Tartarn in die fluocht geschlagen / und kamen umb vil Christlicher herzen / ritter unn knecht / und behielten die Tartern das feld. Darnach zuogent sie die todten alle nacket aus / unnd schnitten einem ietlichen ein ore ab / das sie moechten wissen die zal der erschlagnen / unnd haben domit neün seck erfült.‘ Lappländische Zauberei, die Schiffe anhalten kann ‚Sie gebrauchen sich auch der zauberey / und das also gewaltig / das sie ein schiff im moere wan es in seinen lauff ist / mit irer zauberey stellen moegen / das es kein wind weyter treiben mag. Dar wider aber ist ein einige artzenei dar [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_wunderwaffe_Web.jpg"><img class="size-full wp-image-1630 alignleft" alt="V16_wunderwaffe_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_wunderwaffe_Web.jpg" width="295" height="491" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_wunderwaffe_Web.jpg 295w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_wunderwaffe_Web-174x290.jpg 174w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_wunderwaffe_Web-180x300.jpg 180w" sizes="(max-width: 295px) 100vw, 295px" /></a>Die Wunderwaffe der Tartaren in Polen</strong><br />
‚Darab erschracken die Polecken und fluhent / aber hertzog Heinrich von Lignitz hielt hert über den Tartern / bis ein and hauff den Tartern zuo hilff kam / in woelchen was ein fendrich der truog oben uff der lantzen ein schwartzen kopff mit einem langen bart. Und als er das fenlyn mit sampt dem schwarzten kopff erschütt / do gieng vonn stund an ein vergifftiger rauch und boeser geschmack aus dem kopff in die Polecken / das inen onmechtig ward / und (1544, S.528) wurden von den Tartarn in die fluocht geschlagen / und kamen umb vil Christlicher herzen / ritter unn knecht / und behielten die Tartern das feld. Darnach zuogent sie die todten alle nacket aus / unnd schnitten einem ietlichen ein ore ab / das sie moechten wissen die zal der erschlagnen / unnd haben domit neün seck erfült.‘</p>
<p><strong>Lappländische Zauberei, die Schiffe anhalten kann</strong><br />
‚Sie gebrauchen sich auch der zauberey / und das also gewaltig / das sie ein schiff im moere wan es in seinen lauff ist / mit irer zauberey stellen moegen / das es kein wind weyter treiben mag. Dar wider aber ist ein einige artzenei dar ab die geist / die das schiff halten / fliehen unnd crafftlos werden / oder sich der massen stellen / als moechten sie das schiff nit lenger gehalten / unnd ist nemlich junckfrawen kot / do mit man das schiff auswendig und etlich hoeltzer inwendig schmirt.‘</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wunderwaffe: Text und Bild S. 612,<br />
Zauberei: S. 605, <em>Cosmographia</em>, 1544,<br />
Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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