Diese Karte wurde von Frederik de Wit  nach 1688 gefertigt. Er wurde 1630 in Amsterdam geboren und arbeitete als Graveur und Verleger. Er verstarb 1706 und hinterliess ein breites Spektrum an Kartographischem Material.1

Diese Karte handelt sich um eine westlich ausgerichtete Portolankarte und Schifffahrtskarte. Deshalb ist das abgebildete Land vernachlässigt worden. Darüber hinaus kann man Knotenpunkte zur Navigation, die Kennzeichnung für Norden sowie für Schiffe gefährliche Sandbänke erkennen. Im Allgemeinen sind nur die Breitengrade und keine Längengrade eingezeichnet worden. Die Grenze zwischen Wasser und Land ist fast nicht erkennbar. Im Landteil lassen sich klein eingezeichnete Festungen und teilweise auch Häuser erkennen, wobei sich der Autor mit abstr

Daniae Frisiae, Groningae et Orientalis Frisiae.ahierten Darstellungen begnügt hat.  Möglicherweise handelte es sich hierbei um Handelsplätze oder kriegerische Städte. Des Weiteren lassen sich auf dem Wasser Ankerplätze ausfindig machen. Flüsse sind durch spitz verlaufende, landeinwärts gerichtete Unterbrechungen des Küstenverlaufs.

 

Im oberen Bereich (westlich) der Karte sind Bilder von Seeschlachten gezeichnet, die vermutlich wichtige Kampfschauplätze darstellen. Weiter findet sich eine andere Zeichnung links unten an der Karte. Dabei handelt es sich um ein Bild über die Trennung zwischen der Götterwelt und der Bevölkerung.Oben erkennt man unter anderem die griechischen Gottheiten Demeter, Hermes und Pan. Getrennt vom Titel der Karte findet sich im unteren Bereich das Volk. An der unteren rechten Ecke lassen sich die Grössenverhältnisse ablesen. Für deutsche Meilen sind es 15 in einem Grad und für französische Meilen sind es 20 in einem Grad.

Link zur ganzen Karte: http://www.e-rara.ch/bau_1/content/titleinfo/4026881

Beitrag Geschrieben von: Franziska Schnellmann, Anja Hammerich, Christopher Heath

 


[1] http://www.vintage-maps.com/shop_content.php?language=en&coID=15&manID=54 (Stand: 13.12.2012)