Monthly archive June, 2013
by
Admin
on
Jun 17, 2013 •
Die Schreckensherrschaft von Dracula ist ein weiteres Beispiel für die Fremdartigkeit des Ostens: Dracula liess Botschaftern die Hüte auf die Köpfe nageln, verbrannte Bettler und liess zahllose Menschen aufspiessen. Erst die Türken konnten seine Tyrannei beenden – und werden hier einmal nicht als Täter, sondern als Opfer und Erlöser dargestellt. Cosmographia, 1550 (lateinische Ausgabe), S....
by
Admin
on
Jun 17, 2013 •
England war bereits seit der Antike durch die römische Kolonialisierung Britanniens bekannt; Dänemark dagegen blieb bis ins Mittelalter weitgehend unbekannt, da die Römer Germanien nie bis ganz in den Norden (Norddeutschland) erobern konnten. Daraus erklärt sich auch das lückenhafte Wissen über Skandinavien: Münster verliess sich auf antike Überlieferungen und zeitgenössische Augenzeugenberichte. Letztere füllten jene Lücken,...
by
Admin
on
Jun 17, 2013 •
Das Fremde in der Cosmographia lässt sich im weitesten Sinn mit dem Bösen gleichsetzen: Wilde, übernatürliche Wesen, heidnische Völker und geographische Abgründe lauern hinter den Rändern von Frau Europa. Alles, was nicht im unmittelbaren Licht des zentraleuropäischen Christentums steht, gehört zu den ‚mitnächtlichen‘ oder fernen Ländern. Andererseits gilt es zu beachten, dass vor allem die...
by
Admin
on
Jun 17, 2013 •
‚Ägypten ist ein Geschenk des Nils‘, schreibt im 5. Jahrhundert v. Chr. Herodot. Er drückt damit die grosse Bedeutung des mächtigen Stromes für alle angrenzenden Gebiete aus. Über Jahrtausende brachte der Nil durch die jährlichen Überschwemmungen im Unterlauf Fruchtbarkeit und Wohlstand für die Kulturen Ägyptens. Diesen Kulturen galt er als Verkörperung göttlicher Mächte, etwa der...
by
Admin
on
Jun 17, 2013 •
Das Mondgebirge und die beiden (resp. drei) Seen, die sich daraus speisen, sind auf Sebastian Münsters Afrika-Karte gut erkennbar. Er erwähnt in der Cosmographia mehrere Theorien zur Position der Nilquelle. Einige Autoren sind etwa der Meinung, dass der mächtige Strom im Königreich Juba in Mauretanien entspringt. Münster schliesst sich jedoch der ptolemäischen Variante an. Er...
by
Admin
on
Jun 17, 2013 •
Die Karte aus dem Jahr 1562 stammt von Paolo Forlani. Forlani war ein sehr erfolgreicher Kupferstecher und Kartograf in Venedig. Er war Teil einer Gruppe von Kartografen um Jacobo Gastaldi, die eine von Ptolemäus abweichende Vorstellung der afrikanischen Flusssysteme vertraten. Gastaldi war der Meinung, es gäbe einen grossen Quellsee namens ‚Lacus Zembere‘, aus dem der...
by
Admin
on
Jun 17, 2013 •
Bereits antike Gelehrte, wie etwa Herodot oder Aristoteles, stellten Vermutungen zur Lage der Nilquelle an. Grösste Wirkung entfalteten jedoch die Schriften des Ptolemäus aus Alexandria, der im zweiten Jahrhundert vor Christus lebte. Nach Ptolemäus entspringt der Nil südlich des Äquators aus zwei Zwillingsseen am Fusse des so genannten Mondgebirges. Die Position dieses Gebirges war stets...
by
Admin
on
Jun 17, 2013 •
Ab dem 17. Jahrhundert suchten erste Abenteurer und Forscher jenseits der Gelehrtendiskurse auch vor Ort nach der Quelle des Nils. Mehrere dieser Forscher meinten an verschiedensten Orten fälschlicherweise die Nilquelle entdeckt zu haben (siehe Karte). Im 19. Jahrhundert fanden – angespornt durch die Missionsbewegung und Geographische Gesellschaften – besonders viele derartige Expeditionen statt. Mehreren frühen...
by
Admin
on
Jun 17, 2013 •
Anders als in Europa gibt es in Afrika viele wilde und bedrohliche Tiere. Schlangen und vor allem der Löwe müssen auf Sebastian Münster so grossen Eindruck gemacht haben, dass er diesen Tieren im Einleitungskapitel zum 6. Buch einen eigenen längeren Absatz widmet. Obwohl Münster feststellt, dass es Löwen in mehreren Ländern gibt, müssen seinen Erkenntnissen...
by
Admin
on
Jun 17, 2013 •
Die klimatischen Bedingungen in Afrika, werden in der Cosmographia als schrecklich und unzumutbar bezeichnet; das Land sei vertrocknet und ein Leben unter solchen Bedingungen schier unmöglich: ‚Denn dieses Land ist trefflich weit und breit und sehr heiss. Es liegt zum grösseren Teil zwischen dem Wendekreis des Krebses und dem des Steinbocks, wo die grösste Hitze...
by
Admin
on
Jun 17, 2013 •
Die in dem vorliegenden Sammelband erschienene Schrift des Eldad ben Mahli da-Dhani (in der Ausstellung zu sehen) gelangte um das Jahr 1544 in den Besitz von Sebastian Münster. Sie ist mit zahlreichen Marginalien aus Münsters Hand versehen. Es handelt sich um eines der wenigen erhaltenen Bücher aus den Beständen Münsters im Besitz der Universität Basel....
by
Admin
on
Jun 17, 2013 •
Der ‚Ulmer Ptolemäus‘ von 1482 ist die erste Druckausgabe der Geographie des Ptolemäus ausserhalb Italiens nach der Wiederentdeckung des Werkes im Humanismus. Dieser prächtige und innovative Wiegendruck wurde von Lienhart Holl in Ulm hergestellt, und ,die Karten Holls, die als erste in Holz geschnitten sind, sind das Werk eines dominus/donnus Nicolaus Germanus.‘ (F. Hieronymus) Die...