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	<title>Mythen und Legenden</title>
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	<description>Im Hafen fahre ich zur See – Sebastian Münster und die Welt</description>
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		<title>Drachen in der Schweiz</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 13:31:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Monster]]></category>
		<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl die Schweiz nicht an der unbekannten Peripherie zu Europa lag, gab es auch hier ein mythisches Wesen, an dessen Existenz man erst Ende des 17. Jahrhunderts zu zweifeln begann. Es handelt sich um den Drachen, der erstaunlicherweise im Kontext dieser Zeichnung nicht erwähnt wird, sondern nur abgebildet ist (am rechten oberen Bildrand). In der Cosmographia von 1544 ergänzt diese Abbildung die Geschichte der Schweiz um 100 vor Christus. In der Cosmographia von 1545 erscheint sie jedoch im Zusammenhang mit der Schlacht am Morgarten und dem ‚erst Schweytzer bundt‘, ‚dreyenlend oder dreyer wald stetten bundt‘ (1545, S. 297) zwischen Uri, Schwyz und Unterwalden um 1316. Somit tritt der Drache in der Cosmographia von 1545 als Teil der Kulisse eines wichtigen historischen Ereignisses auf und scheint keine grosse Beachtung zu erhalten. Interessant ist, dass der Drache auch im Kapitel ‚Von wilden und seltzamen thieren und allerley wild prät / so man in Wallis und gar nah in dem gantzen Schweytzer gebirg / und hohen Alpen biss in Etschland findt‘ (1545, S. 270) unerwähnt bleibt. In diesem Kapitel muss man sich mit Steinböcken und Murmeltieren zufrieden geben, wobei Münster über das Murmeltier schreibt: ‚Ich möcht wol vil von disem their schreiben / [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_drache_Web.jpg"><img class="size-full wp-image-1602 alignleft" alt="V16_drache_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_drache_Web.jpg" width="413" height="482" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_drache_Web.jpg 413w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_drache_Web-248x290.jpg 248w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_drache_Web-257x300.jpg 257w" sizes="(max-width: 413px) 100vw, 413px" /></a>Obwohl die Schweiz nicht an der unbekannten Peripherie zu Europa lag, gab es auch hier ein mythisches Wesen, an dessen Existenz man erst Ende des 17. Jahrhunderts zu zweifeln begann. Es handelt sich um den Drachen, der erstaunlicherweise im Kontext dieser Zeichnung nicht erwähnt wird, sondern nur abgebildet ist (am rechten oberen Bildrand). In der Cosmographia von 1544 ergänzt diese Abbildung die Geschichte der Schweiz um 100 vor Christus. In der Cosmographia von 1545 erscheint sie jedoch im Zusammenhang mit der Schlacht am Morgarten und dem ‚erst Schweytzer bundt‘, ‚dreyenlend oder dreyer wald stetten bundt‘ (1545, S. 297) zwischen Uri, Schwyz und Unterwalden um 1316. Somit tritt der Drache in der Cosmographia von 1545 als Teil der Kulisse eines wichtigen historischen Ereignisses auf und scheint keine grosse Beachtung zu erhalten. Interessant ist, dass der Drache auch im Kapitel ‚Von wilden und seltzamen thieren und allerley wild prät / so man in Wallis und gar nah in dem gantzen Schweytzer gebirg / und hohen Alpen biss in Etschland findt‘ (1545, S. 270) unerwähnt bleibt. In diesem Kapitel muss man sich mit Steinböcken und Murmeltieren zufrieden geben, wobei Münster über das Murmeltier schreibt: ‚Ich möcht wol vil von disem their schreiben / wann ich nitt eylen müst in andere lender die zubesichtigen und zubeschreiben.‘ (1545, S. 272)<br />
Bild: Cosmographia, 1544, S. 212,<br />
Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Die Honiglegende und ein seltsamer Fisch im Moscoviterland</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 13:29:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Honiglegende ‚Es kompt etwan das man hole baeum findt die so gross und weyt seind als fuedzig fesser / unnd seind erfült mit honig. Und darvon schreibt Paulus Jovius / das Demetrius ein Moscovyter zuo Rom vor wenigen jaren gesagt hab / das in seinem flecken ein bauwers man was / der gieng uff ein zeit in den wald das er honig suochen wolt / unn fand auch ein grossen holen baum vol honigs. Und als er daruff steygen wolt das honig zuo besichtigen fiel er bis über die brust in den honig / und stack auch zwen tag darin / das er nit heraus kommen mocht. Er schrye wol fast / aber es was niemand in dem wald der es hoert. Und do er sich verwegen hett er muest in dem honig sterben / kam wunderbarliche ein baer herzuo / und zoch in heraus. Dann es wolt der baer in den baum steygen und honig fressen / do ergreiff in der man mit beiden henden an seinen kloetzen / und macht ein gross geschrey / gleich als woelt er den baeren vertreiben / do erschrack der baer also fast / das er eylends sich heraus macht unn den [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Honiglegende</strong><br />
‚Es kompt etwan das man hole baeum findt die so gross und weyt seind als fuedzig fesser / unnd seind erfült mit honig. Und darvon schreibt Paulus Jovius / das Demetrius ein Moscovyter zuo Rom vor wenigen jaren gesagt hab / das in seinem flecken ein bauwers man was / der gieng uff ein zeit in den wald das er honig suochen wolt / unn fand auch ein grossen holen baum vol honigs. Und als er daruff steygen wolt das honig zuo besichtigen fiel er bis über die brust in den honig / und stack auch zwen tag darin / das er nit heraus kommen mocht. Er schrye wol fast / aber es was niemand in dem wald der es hoert. Und do er sich verwegen hett er muest in dem honig sterben / kam wunderbarliche ein baer herzuo / und zoch in heraus. Dann es wolt der baer in den baum steygen und honig fressen / do ergreiff in der man mit beiden henden an seinen kloetzen / und macht ein gross geschrey / gleich als woelt er den baeren vertreiben / do erschrack der baer also fast / das er eylends sich heraus macht unn den mann mit im heraus zuog.‘ (1544, S. 545)</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_honigbaer_Web.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1606" alt="V16_honigbaer_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_honigbaer_Web.jpg" width="472" height="270" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_honigbaer_Web.jpg 472w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_honigbaer_Web-290x165.jpg 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_honigbaer_Web-300x171.jpg 300w" sizes="(max-width: 472px) 100vw, 472px" /></a></p>
<p>Bild: <em>Cosmographia</em> 1544, S. 546<br />
Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
<p>&#8211;<br />
<strong>Der seltsame Fisch</strong><br />
‚Do wirt auch im moere ein fisch gefunden / den die Moscovyter Mors nennen / der steygt mit hilff seiner zenen uff die berg am moere gelegen und falt die andere seyten des bergs wider hinab / und dann so fahen in die ynwoner des lands Juhra / und schicken die zenn in Moscovyten unnd in die Türckey / do macht man messer hefft daraus.‘ (1544, S. 527)</p>
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		<title>Janus und die Besiedelung Italiens</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 13:26:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>

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		<description><![CDATA[In Münsters Beschreibung zu Italien und dessen Besiedelung, beginnt er mit der Geschichte des Janus: ‚Es schriben die alten einhellig / das Janus / den man auch Ogygem nempt / kommen sei zuo der zeit in Italiam / do die weldt noch guldin unn die menschen fromm waren. Er leret die menschen / wie man wyn und frucht pflantzen solt / unnd darvon opffern solt / unnd messigliche essen. Dann wie Fabius Pictor schribt / diser Janus ist ein priester unnd geystlich man gewesen. Er was gelert und ein Philosophus unnd Theologus / das ist / in natürlicher unnd Göttlicher wyssheit erfaren. Ja er ist gewesen ein vatter der Götter und der menschen / ein anfenglichs haupt und regierer des gantzen ersten menschlichen geschlechts / an dem gestanden ist zuo syner zeit der grossen unn wyten weldt hüt.‘ (1544, S. 93-94) Des Weiteren will Münster sicherstellen, dass seine Leserschaft weiss: ‚das Janus kompt von einem hebreischen wort / nemlich ןִיַי  das heisst wyn / unnd wirt diser also Janus geheissen / das er zuom ersten den wyn erfunden hat‘ (1544, S. 94) Heute ist Janus nicht unbedingt als Erfinder des Weins bekannt, sondern als Gott des Anfangs und des Endes. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_Janus_Web.jpg"><img class="size-full wp-image-1607 alignleft" alt="V16_Janus_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_Janus_Web.jpg" width="354" height="413" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_Janus_Web.jpg 354w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_Janus_Web-257x300.jpg 257w" sizes="(max-width: 354px) 100vw, 354px" /></a>In Münsters Beschreibung zu Italien und dessen Besiedelung, beginnt er mit der Geschichte des Janus: ‚Es schriben die alten einhellig / das Janus / den man auch Ogygem nempt / kommen sei zuo der zeit in Italiam / do die weldt noch guldin unn die menschen fromm waren. Er leret die menschen / wie man wyn und frucht pflantzen solt / unnd darvon opffern solt / unnd messigliche essen. Dann wie Fabius Pictor schribt / diser Janus ist ein priester unnd geystlich man gewesen. Er was gelert und ein Philosophus unnd Theologus / das ist / in natürlicher unnd Göttlicher wyssheit erfaren. Ja er ist gewesen ein vatter der Götter und der menschen / ein anfenglichs haupt und regierer des gantzen ersten menschlichen geschlechts / an dem gestanden ist zuo syner zeit der grossen unn wyten weldt hüt.‘ (1544, S. 93-94)<br />
Des Weiteren will Münster sicherstellen, dass seine Leserschaft weiss: ‚das Janus kompt von einem hebreischen wort / nemlich<br />
<a href="http://www.milon.li/a080715.php">ןִיַי</a>  das heisst wyn / unnd wirt diser also Janus geheissen / das er zuom ersten den wyn erfunden hat‘ (1544, S. 94)<br />
Heute ist Janus nicht unbedingt als Erfinder des Weins bekannt, sondern als Gott des Anfangs und des Endes. Der Monat Januar ist ihm gewidmet, weil der Jahreswechsel ein Moment des Rück- und Vorausblickens darstellt. Normalerweise wird sein Name vom Lateinischen Wort <em>ianua</em> für Türe, Eingang und <em>ianus</em> für Durchgang, Torbogen abgeleitet. Bemerkenswert ist also, dass Münsters Beschreibung von Janus vermutlich von seiner eigenen Biografie geprägt ist, war Münster doch Professor für Hebräisch und stammte aus einer <a title="Sebastian Münster und der Wein" href="http://paperlandscapes.unibas.ch/?p=1659">Winzerfamilie</a>.<br />
Bild:<em> Cosmographia</em>, 1544, S. 93,<br />
Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Frauen in Italien</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 13:23:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Für Vesta, heute bekannt als die Göttin des Herdes oder des Haushalts, wurde in Rom ein Tempel gebaut, in dem Jungfrauen (Vestalinnen) ein ewiges Feuer zu Ehren der Göttin brennen liessen. Der allgemeinen Geschichtsüberlieferung nach, wurden die Vestalinnen im Alter von sechs bis zehn Jahren vom höchsten Priester ausgesucht. Münster schreibt: ‚Wann disse junckfrawen dryssig jar im tempel waren gewesen / mochten sie wider uss dem closter kommen und zu der ee gryfen‘ (1544, S. 99). Wenn eine Vestalin ihren Pflichten, wie der sexuellen Enthaltsamkeit, nicht nachkam, ‚legt man sie wie ein todten in ein bor unnd band sie mit zügeln / unnd trug sie heruss zu einem grossen erdspalten oder hülen / unnd mit verbundnem haupt begrub sie der oberst priester also lebendig / unn das was zu Rom ein kläglich spectakel / und hett die statt sunst kein trurigern tag / dann so ein solicher zufal sich begab.‘ (1544, S. 99) Bild: Cosmographia 1544, S. 99 Universitätsbibliothek Basel, EU I 55 &#8211; Auch der ‚normalen‘ Hausfrau drohte der Tod, wenn sie sich nicht an die Regeln hielt: ‚Der sitte halb soltu wissen dz Romulus vor alten zeiten vil ordnungen unn satzungen seinen underthanen für geschriben hat / unn [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Für Vesta, heute bekannt als die Göttin des Herdes oder des Haushalts, wurde in Rom ein Tempel gebaut, in dem Jungfrauen (Vestalinnen) ein ewiges Feuer zu Ehren der Göttin brennen liessen. Der allgemeinen Geschichtsüberlieferung nach, wurden die Vestalinnen im Alter von sechs bis zehn Jahren vom höchsten Priester ausgesucht. Münster schreibt: ‚Wann disse junckfrawen dryssig jar im tempel waren gewesen / mochten sie wider uss dem closter kommen und zu der ee gryfen‘ (1544, S. 99). Wenn eine Vestalin ihren Pflichten, wie der sexuellen Enthaltsamkeit, nicht nachkam, ‚legt man sie wie ein todten in ein bor unnd band sie mit zügeln / unnd trug sie heruss zu einem grossen erdspalten oder hülen / unnd mit verbundnem haupt begrub sie der oberst priester also lebendig / unn das was zu Rom ein kläglich spectakel / und hett die statt sunst kein trurigern tag / dann so ein solicher zufal sich begab.‘ (1544, S. 99)</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauI_Web.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1604" alt="V16_FrauI_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauI_Web.jpg" width="354" height="330" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauI_Web.jpg 354w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauI_Web-300x279.jpg 300w" sizes="(max-width: 354px) 100vw, 354px" /></a><br />
Bild: <em>Cosmographia</em> 1544, S. 99<br />
Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
<p>&#8211;<br />
Auch der ‚normalen‘ Hausfrau drohte der Tod, wenn sie sich nicht an die Regeln hielt: ‚Der sitte halb soltu wissen dz Romulus vor alten zeiten vil ordnungen unn satzungen seinen underthanen für geschriben hat / unn nemlich das ein eelich hussfraw solt das gelt und alle ding mit irem man gemein han. [&#8230;] Unnd wann sie eins eebruchs überzügt wurd / möcht der man mit der fründtschafft sie tödten wie er wölt. Dess glychen möcht er auch mit ir handlen wann sie doheim wyn hett getruncken. Und do (hat als man meint) ist es kommen / das die menner so sie heim in ir huss giengen / küssten ire wyber und töchter / und namen do mit acht ob sie von inen wyn schmeckten. Sie waren des wyns halb darumb so streng / das sie meinten die trunckenheit geb gross ursach / und were ein anfang der lyblichen verstellung.‘ (1544, S. 115-116 )</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauII_Web.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1605" alt="V16_FrauII_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauII_Web.jpg" width="354" height="326" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauII_Web.jpg 354w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_FrauII_Web-300x276.jpg 300w" sizes="(max-width: 354px) 100vw, 354px" /></a><br />
Bild: <em>Cosmographia</em> 1544, S. 116<br />
Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Wunderwaffe und Zauberei</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 13:19:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Wunderwaffe der Tartaren in Polen ‚Darab erschracken die Polecken und fluhent / aber hertzog Heinrich von Lignitz hielt hert über den Tartern / bis ein and hauff den Tartern zuo hilff kam / in woelchen was ein fendrich der truog oben uff der lantzen ein schwartzen kopff mit einem langen bart. Und als er das fenlyn mit sampt dem schwarzten kopff erschütt / do gieng vonn stund an ein vergifftiger rauch und boeser geschmack aus dem kopff in die Polecken / das inen onmechtig ward / und (1544, S.528) wurden von den Tartarn in die fluocht geschlagen / und kamen umb vil Christlicher herzen / ritter unn knecht / und behielten die Tartern das feld. Darnach zuogent sie die todten alle nacket aus / unnd schnitten einem ietlichen ein ore ab / das sie moechten wissen die zal der erschlagnen / unnd haben domit neün seck erfült.‘ Lappländische Zauberei, die Schiffe anhalten kann ‚Sie gebrauchen sich auch der zauberey / und das also gewaltig / das sie ein schiff im moere wan es in seinen lauff ist / mit irer zauberey stellen moegen / das es kein wind weyter treiben mag. Dar wider aber ist ein einige artzenei dar [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_wunderwaffe_Web.jpg"><img class="size-full wp-image-1630 alignleft" alt="V16_wunderwaffe_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_wunderwaffe_Web.jpg" width="295" height="491" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_wunderwaffe_Web.jpg 295w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_wunderwaffe_Web-174x290.jpg 174w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_wunderwaffe_Web-180x300.jpg 180w" sizes="(max-width: 295px) 100vw, 295px" /></a>Die Wunderwaffe der Tartaren in Polen</strong><br />
‚Darab erschracken die Polecken und fluhent / aber hertzog Heinrich von Lignitz hielt hert über den Tartern / bis ein and hauff den Tartern zuo hilff kam / in woelchen was ein fendrich der truog oben uff der lantzen ein schwartzen kopff mit einem langen bart. Und als er das fenlyn mit sampt dem schwarzten kopff erschütt / do gieng vonn stund an ein vergifftiger rauch und boeser geschmack aus dem kopff in die Polecken / das inen onmechtig ward / und (1544, S.528) wurden von den Tartarn in die fluocht geschlagen / und kamen umb vil Christlicher herzen / ritter unn knecht / und behielten die Tartern das feld. Darnach zuogent sie die todten alle nacket aus / unnd schnitten einem ietlichen ein ore ab / das sie moechten wissen die zal der erschlagnen / unnd haben domit neün seck erfült.‘</p>
<p><strong>Lappländische Zauberei, die Schiffe anhalten kann</strong><br />
‚Sie gebrauchen sich auch der zauberey / und das also gewaltig / das sie ein schiff im moere wan es in seinen lauff ist / mit irer zauberey stellen moegen / das es kein wind weyter treiben mag. Dar wider aber ist ein einige artzenei dar ab die geist / die das schiff halten / fliehen unnd crafftlos werden / oder sich der massen stellen / als moechten sie das schiff nit lenger gehalten / unnd ist nemlich junckfrawen kot / do mit man das schiff auswendig und etlich hoeltzer inwendig schmirt.‘</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wunderwaffe: Text und Bild S. 612,<br />
Zauberei: S. 605, <em>Cosmographia</em>, 1544,<br />
Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8216;Von dem edlen Arabia&#8217;: Vogel Phoenix</title>
		<link>https://paperlandscapes.unibas.ch/?p=729</link>
		<comments>https://paperlandscapes.unibas.ch/?p=729#respond</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 13:14:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>

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		<description><![CDATA[‚Es schreiben auch die alten / das in disem land gefunden wirt der vogel fenix / und der ist so gross als ein adler / und sein haupt ist voll pflum fädern / ob dem rachen hat er ein kammen / und umb den hals ist er gold gel [&#8230;] Man hat erfaren das diser vogel lebt fünff hundert unnd viertzig jar. Unnd so er alt wird / macht er ein holtz hauffen von Casia und zimmet und verbrennt sich selbs darin domit er sich erjüngert. Dann auss seiner feisste und beinen wechsst zuom ersten ein würmlin / und darnach wirt darauss ein blutt vögelin / und zuoletzt ein gefiderter vogel.‘ Cosmographia 1544, S. 701, UB Basel, EU I 55 &#160;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_phoenix_Web.jpg"><img class="size-full wp-image-1608 alignright" alt="V16_phoenix_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_phoenix_Web.jpg" width="354" height="323" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_phoenix_Web.jpg 354w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_phoenix_Web-300x273.jpg 300w" sizes="(max-width: 354px) 100vw, 354px" /></a></strong>‚Es schreiben auch die alten / das in disem<strong> </strong>land gefunden wirt der vogel fenix / und der ist so gross als ein adler / und sein haupt ist voll pflum fädern / ob dem rachen hat er ein kammen / und umb den hals ist er gold gel [&#8230;] Man hat erfaren das diser vogel lebt fünff hundert unnd viertzig jar. Unnd so er alt wird / macht er ein holtz hauffen von Casia und zimmet und verbrennt sich selbs darin domit er sich erjüngert. Dann auss seiner feisste und beinen wechsst zuom ersten ein würmlin / und darnach wirt darauss ein blutt vögelin / und zuoletzt ein gefiderter vogel.‘<br />
<em>Cosmographia</em> 1544, S. 701, UB Basel, EU I 55</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>‚Von dem edlen Arabia’: Einhorn</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 13:12:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>

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		<description><![CDATA[An die Beschreibung der ‚Walfart ghen Mecha‘ schliesst sich eine ausführliche Darstellung von Einhörnern: ‚Man hat auch bey dem tempel in eynent beschlossnen gemach zwey lebendige einhorn [&#8230;] Sein gestalt unnd sein grösse so es aussgewachsen hat / ist gleich wie ein wolgewachsen jungs fülle / dz dreissig monat alt ist / und hat ein schwartz horn an seiner stirn bey zweyer od dreyer elen lang. Sein farb ist wie eins dunckel braunen pferds / hat ein kopff fast wie ein hirtz / und ein langen halss mit ettlich krausen haren und kurtz / die im auff die eine seiten hangen / klein schenckel / auffgericht wie ein geyssbock. Seine füss ein wenig gespalten do fornen / und die klauwen wie die geyssen haben / auch sunder bar auff dem hindern theil der schenckel. Plinius schreibt es sei am leib gestaltet wie ein ross / und hab füss wie ein helfant / und ein schwantz wie ein eber / ist eins fast schnellen lauffs.‘ Cosmographia 1544, S. 702 Universitätsbibliothek Basel, EU I 55]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_Einhorn_Web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1603 alignleft" alt="V16_Einhorn_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_Einhorn_Web-300x244.jpg" width="300" height="244" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_Einhorn_Web-300x244.jpg 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V16_Einhorn_Web.jpg 472w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>An die Beschreibung der ‚Walfart ghen Mecha‘ schliesst sich eine ausführliche Darstellung von Einhörnern:<br />
‚Man hat auch bey dem tempel in eynent beschlossnen gemach zwey lebendige einhorn [&#8230;] Sein gestalt unnd sein grösse so es aussgewachsen hat / ist gleich wie ein wolgewachsen jungs fülle / dz dreissig monat alt ist / und hat ein schwartz horn an seiner stirn bey zweyer od dreyer elen lang. Sein farb ist wie eins dunckel braunen pferds / hat ein kopff fast wie ein hirtz / und ein langen halss mit ettlich krausen haren und kurtz / die im auff die eine seiten hangen / klein schenckel / auffgericht wie ein geyssbock. Seine füss ein wenig gespalten do fornen / und die klauwen wie die geyssen haben / auch sunder bar auff dem hindern theil der schenckel. Plinius schreibt es sei am leib gestaltet wie ein ross / und hab füss wie ein helfant / und ein schwantz wie ein eber / ist<br />
eins fast schnellen lauffs.‘</p>
<p><em>Cosmographia</em> 1544, S. 702<br />
Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Mythen und Legenden</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 13:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>

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		<description><![CDATA[In Sebastian Münsters Cosmographia reihen sich Beschreibungen von Sitten und Bräuchen an die von Mythen und Legenden, als gäbe es keinen Unterschied. Gelegentlich heisst es: ‚wie etlich sprechen (&#8230;) aber die andern sagen (&#8230;).‘ Diese Erzählungen werden als ebenbürtiger Teil der Geschichtsschreibung gehandelt und variieren von heute noch bekannten Mythen, wie etwa der Sage um Wilhelm Tell, bis zu eher in Vergessenheit geratenen, skurrilen Begebenheiten, die es uns erlauben, die Welt, dank Münster, neu zu entdecken. Hier eine kleine Auswahl: Baumgänse in Schottland Honiglegende im Moscoviterland &#160; &#8216;Von dem edlen Arabia&#8217;: Der Vogel Phönix und das Einhorn &#160; &#160;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In Sebastian Münsters <em>Cosmographia</em> reihen sich Beschreibungen von Sitten und Bräuchen an die von Mythen und Legenden, als gäbe es keinen Unterschied. Gelegentlich heisst es: ‚wie etlich sprechen (&#8230;) aber die andern sagen (&#8230;).‘ Diese Erzählungen werden als ebenbürtiger Teil der Geschichtsschreibung gehandelt und variieren von heute noch bekannten Mythen, wie etwa der Sage um Wilhelm Tell, bis zu eher in Vergessenheit geratenen, skurrilen Begebenheiten, die es uns erlauben, die Welt, dank Münster, neu zu entdecken.</p>
<p>Hier eine kleine Auswahl:</p>
<p>Baumgänse in Schottland</p>
<p>Honiglegende im Moscoviterland</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&#8216;Von dem edlen Arabia&#8217;: Der Vogel Phönix und das Einhorn</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8216;Greyff ein grausam thier.&#8217;</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jun 2013 13:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Daniela.Ke]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>

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		<description><![CDATA[In Indien soll es Greifen geben, welche Klauen wie ein Löwe und einen Schnabel wie ein Adler hat. Sein Körper ist hinten schwarz und vorne rot, seine Flügel sind weiss. Der Adler gräbt nach Gold und baut daraus sein Nest. Da die Inder dies wissen, versuchen sie mit grossem Aufwand an dieses Gold zu kommen, müssen sich jedoch vor dem Greifen in Acht nehmen, da dieser denkt die bewaffneten Männer hätten es auf seine Jungen abgesehen. Münsters Beschreibung: Es schreiben auch vil von dem Greyffen/ den man in India soll finden. Er hat vier füss unnd klawen daran wie ein löw. Am hindern seines lybs ist er schwartz/ unnd do vornen rot/ unnd hat weyss flügel/ unnd ein krummen schnabel wie ein Adler. Er macht sein nest in den berge/ grebt aus dem ertrich goldt un legt das in das nest. Das wissen nun die Indianer wol/ darumb rotten sie sich zusamme auff tausent oder zwey tausent gewaffneter man/ komen bey nacht zum nest mit grossen sorgen und geferlichkeiten/ das sie nit am dibstal ergriffen werde von diesem grosse und grausamen thier/ das alwege vermeynt man stell im nach seinen jungen/ so man doch das gold sucht darvonn es sein [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In Indien soll es Greifen geben, welche Klauen wie ein Löwe und einen Schnabel wie ein Adler hat. Sein Körper ist hinten schwarz und vorne rot, seine Flügel sind weiss. Der Adler gräbt nach Gold und baut daraus sein Nest. Da die Inder dies wissen, versuchen sie mit grossem Aufwand an dieses Gold zu kommen, müssen sich jedoch vor dem Greifen in Acht nehmen, da dieser denkt die bewaffneten Männer hätten es auf seine Jungen abgesehen.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Greif_DCXXVII_1544_EU_I_55.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-815" alt="Greif_DCXXVII_1544_EU_I_55" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Greif_DCXXVII_1544_EU_I_55-300x217.jpg" width="300" height="217" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Greif_DCXXVII_1544_EU_I_55-300x217.jpg 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Greif_DCXXVII_1544_EU_I_55-290x210.jpg 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Greif_DCXXVII_1544_EU_I_55-1024x742.jpg 1024w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Greif_DCXXVII_1544_EU_I_55.jpg 1264w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p><b>Münsters Beschreibung: </b></p>
<p>Es schreiben auch vil von dem Greyffen/ den man in India soll finden. Er hat vier füss unnd klawen daran wie ein löw. Am hindern seines lybs ist er schwartz/ unnd do vornen rot/ unnd hat weyss flügel/ unnd ein krummen schnabel wie ein Adler. Er macht sein nest in den berge/ grebt aus dem ertrich goldt un legt das in das nest. Das wissen nun die Indianer wol/ darumb rotten sie sich zusamme auff tausent oder zwey tausent gewaffneter man/ komen bey nacht zum nest mit grossen sorgen und geferlichkeiten/ das sie nit am dibstal ergriffen werde von diesem grosse und grausamen thier/ das alwege vermeynt man stell im nach seinen jungen/ so man doch das gold sucht darvonn es sein nest machet.</p>
<p><em>Cosmographia</em> 1544, S. DCXXVII</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, Signatur EU I 55</p>
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		<title>Der fremde Norden</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Jun 2013 16:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Johanna S]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Fremde]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbild]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Im Hafen Fahre ich zur See]]></category>
		<category><![CDATA[Norden]]></category>

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		<description><![CDATA[Ergänzungen zu Vitrine 11 in der Ausstellung &#8220;Im Hafen fahre ich zur See&#8221;. Alle Seitenangaben beziehen sich auf die Ausgabe von 1545, digitalisiert und zur Verfügung gestellt von der Universität Düsseldorf. Link: http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/193012 &#160; Beschreibung des Künigreichs Deñmarck, sampt andern mitnächtigen Künigreichen, Schweden, Gothen, Nortwegen etc. vnd was sich darin nach und nach verlauffen hat. (S. 716) &#160; So lautet der Untertitel zu Münsters viertem Buch der Cosmographia. Auf den nachfolgenden Seiten folgt eine Abhandlung der geschichtlichen und politischen Entwicklung Dänemarks; inklusive einer Aufzählung der Könige, aussenpolitischen Spannungen und Beziehungen sowie eines Berichts, wie Dänemark christianisiert wurde. Die ganze Abhandlung über Dänemark erstreckt sich über stolze 23 Seiten. Anschliessend folgen ähnliche, jedoch klar kürzere Abhandlungen über Norwegen (gerade mal eine Seite) und Schweden (immerhin knapp vier Seiten). Bei der Abhandlung von Finnland (ca. zwei Seiten) wird ein besonderes Augenmerk auf die finnische Sprache gelegt. Illustriert wird dies unter anderem durch die Übersetzung des Vater Unsers auf Finnisch (S. 744/5). &#160; &#160; Island, Lappland und Grönland bilden den Abschluss des Überblicks über die nordischen („mitnächtlichen“) Länder. Zusammen umfassen sie gerade mal zweieinhalb Seiten und der Fokus ist bei diesen Ländern klar auf dem Fremden und der Wildheit der Natur und der Einwohner. Dass diese [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ergänzungen zu Vitrine 11 in der Ausstellung &#8220;Im Hafen fahre ich zur See&#8221;. Alle Seitenangaben beziehen sich auf die Ausgabe von 1545, digitalisiert und zur Verfügung gestellt von der Universität Düsseldorf. Link: <a href="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/193012" target="_blank">http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/193012</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;padding-left: 30px"><i>Beschreibung des Künigreichs Deñmarck, sampt andern mitnächtigen Künigreichen, Schweden, Gothen, Nortwegen etc. vnd was sich darin nach und nach verlauffen hat.</i> (S. 716)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So lautet der Untertitel zu Münsters viertem Buch der <i>Cosmographia.</i> Auf den nachfolgenden Seiten folgt eine Abhandlung der geschichtlichen und politischen Entwicklung Dänemarks; inklusive einer Aufzählung der Könige, aussenpolitischen Spannungen und Beziehungen sowie eines Berichts, wie Dänemark christianisiert wurde. Die ganze Abhandlung über Dänemark erstreckt sich über stolze 23 Seiten. Anschliessend folgen ähnliche, jedoch klar kürzere Abhandlungen über Norwegen (gerade mal eine Seite) und Schweden (immerhin knapp vier Seiten). Bei der Abhandlung von Finnland (ca. zwei Seiten) wird ein besonderes Augenmerk auf die finnische Sprache gelegt. Illustriert wird dies unter anderem durch die Übersetzung des Vater Unsers auf Finnisch (S. 744/5).</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_771" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/193774"><img class="size-medium wp-image-771" alt="Das Vater Unser in Finnisch" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.00-300x68.png" width="300" height="68" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.00-300x68.png 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.00-290x66.png 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.00.png 881w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Das Vater Unser in Finnisch</p></div>
<div id="attachment_772" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/193775"><img class="size-medium wp-image-772" alt="Vater Unser in Finnisch (forts.)" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.56-300x65.png" width="300" height="65" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.56-300x65.png 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.56-290x63.png 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.56.png 874w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Vater Unser in Finnisch (forts.)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Island, Lappland und Grönland bilden den Abschluss des Überblicks über die nordischen („mitnächtlichen“) Länder. Zusammen umfassen sie gerade mal zweieinhalb Seiten und der Fokus ist bei diesen Ländern klar auf dem Fremden und der Wildheit der Natur und der Einwohner. Dass diese Länder an der Peripherie Europas unbekannt und „Fakten“ darüber eher spekulativer Natur sind, ist offensichtlich. Gerade bei der Beschreibung Lapplands tritt auch Münsters an Rassismus grenzender Eurozentrismus hervor:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 30px;text-align: center"><i>Dis land vnd seine ynwoner werden darumb Lappen genant, das es läppisch leüt seind, vnd nit durchaus witzig, ganz wild, vnd zum theil viehisch.</i> (S. 746.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie es auch in den anderen Himmelsrichtungen der Fall ist, gilt: Je weiter weg von Zentraleuropa das Land und die Leute sind, desto weniger ist bekannt und desto mehr ranken sich die Gerüchte und Spekulationen um diese fernen, fremden Gebiete.</p>
<p>Am eindrucksvollsten kommt das in der Beschreibung Grönlands zur Geltung. Obwohl so gut wie nichts darüber bekannt ist, so verfasste Münster doch immerhin einen Abschnitt dazu:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;padding-left: 30px"><i>Wie vor gemelt, dis land wirt also genent, das trefflich gut weid darin wechst, wie auch die käs vnd butter so mit grossem hauffen daraus gefürt werden, das anzeigen. Es seind zwen bischoffliche sitz darinn, die dem erzbischoff von Drontheim in Norwegiê gelegen vnd worffen seind. S volck in disem land ist gar wanckelmütig, vnnd ghat fast mitt zauberey vmb. Man meint das dis land sich von den Lappen ziehe biss zu den neüwen ins[len] die sich gegen mitnacht strecken. Weiter weisst man von disem land nichts zu sagen.</i> (S. 747)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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