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	<title>Afrika</title>
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	<description>Im Hafen fahre ich zur See – Sebastian Münster und die Welt</description>
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		<title>Menschen</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 13:29:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Betrachtung und Beschreibung der unterschiedlichen Volksstämme Afrikas bezieht sich Münster vor allem auf deren Andersartigkeit im Vergleich zu den Europäern, wobei er seine Informationen ausschliesslich aus anderen Büchern gewinnt. Genaue Beobachtungen und fundierte Informationen zu Brauchtümern und Riten der Menschen in Afrika finden sich daher nicht in der Cosmographia. Vielmehr stellt dieses Kapitel eine Aneinanderreihung von Bruchstücken dar, wie etwa das folgende Zitat deutlich macht: ‚Hier gehen die Leute nackend, bis sie die Ehe schliessen, dann bekleiden sie sich, von der Hüfte bis zu den Knien. Ihr Brot wird aus einer Wurzel bereitet, die sie Inamia nennen, und es soll besser sein als unser Brot, wenn es richtig zubereitet wird. Der König hat 600 Weiber, die Edelleute haben 60 oder 70 Weiber, der geringste 10 oder 12. Sie bieten ihre Weiber den Fremden an. Der König behält seine Töchter, wenn sie erwachsen sind, als Ehefrauen, und die Königin gebraucht ihre Söhne ebenso zur Blutschande. Sie malen ihre Leiber rot. Sie lassen sich zwar beschneiden und pflegen etliche andere mohammedanische Zeremonien, sind aber Heiden.‘ Cosmographia, 1544, 6. Buch Universitätsbibliothek Basel, EU I 55]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13b_Mensch_Web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1077 alignleft" alt="V13b_Mensch_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13b_Mensch_Web-217x300.jpg" width="217" height="300" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13b_Mensch_Web-217x300.jpg 217w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13b_Mensch_Web-210x290.jpg 210w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13b_Mensch_Web.jpg 290w" sizes="(max-width: 217px) 100vw, 217px" /></a></p>
<p>Bei der Betrachtung und Beschreibung der unterschiedlichen Volksstämme Afrikas bezieht sich Münster vor allem auf deren Andersartigkeit im Vergleich zu den Europäern, wobei er seine Informationen ausschliesslich aus anderen Büchern gewinnt. Genaue Beobachtungen und fundierte Informationen zu Brauchtümern und Riten der Menschen in Afrika finden sich daher nicht in der <em>Cosmographia</em>. Vielmehr stellt dieses Kapitel eine Aneinanderreihung von Bruchstücken dar, wie etwa das folgende Zitat deutlich macht: ‚Hier gehen die Leute nackend, bis sie die Ehe schliessen, dann bekleiden sie sich, von der Hüfte bis zu den Knien. Ihr Brot wird aus einer Wurzel bereitet, die sie Inamia nennen, und es soll besser sein als unser Brot, wenn es richtig zubereitet wird. Der König hat 600 Weiber, die Edelleute haben 60 oder 70 Weiber, der geringste 10 oder 12. Sie bieten ihre Weiber den Fremden an. Der König behält seine Töchter, wenn sie erwachsen sind, als Ehefrauen, und die Königin gebraucht ihre Söhne ebenso zur Blutschande. Sie malen ihre Leiber rot. Sie lassen sich zwar beschneiden und pflegen etliche andere mohammedanische Zeremonien, sind aber Heiden.‘</p>
<p><em>Cosmographia</em>, 1544, 6. Buch</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Das Rätsel der Nilquelle</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 08:03:34 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[‚Ägypten ist ein Geschenk des Nils‘, schreibt im 5. Jahrhundert v. Chr. Herodot. Er drückt damit die grosse Bedeutung des mächtigen Stromes für alle angrenzenden Gebiete aus. Über Jahrtausende brachte der Nil durch die jährlichen Überschwemmungen im Unterlauf Fruchtbarkeit und Wohlstand für die Kulturen Ägyptens. Diesen Kulturen galt er als Verkörperung göttlicher Mächte, etwa der Gottheit der Nilflut Hapi oder des Wassergottes Sobek. Sebastian Münster macht den Nil auf seiner Weltkarte neben den damals bekannten Regionen Mauretanien, Libyen und Äthiopien zum zentralen Merkmal Afrikas. Der längste Fluss der Erde durchfliesst hier den Kontinent fast ganz von Süd bis Nord. Doch wo liegt seine Quelle? Seit der Antike wird über diese Frage gerätselt. Weil aber unschiffbare Katarakte das Verfolgen des Flusslaufes bis zu seiner Quelle unmöglich machten, konnten die Gelehrten darüber nur Vermutungen anstellen. Bis zur Entdeckung der Nilquelle im 19. Jahrhundert blieb sie deshalb ein sagenumwobener Ort. Cosmographia, 1544, S. 19 Universitätsbibliothek Basel, EU I 55]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Nilquelle_Web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1091 alignleft" alt="V13c_Bild_Nilquelle_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Nilquelle_Web-300x251.jpg" width="300" height="251" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Nilquelle_Web-300x251.jpg 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Nilquelle_Web-290x243.jpg 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Nilquelle_Web.jpg 346w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>‚Ägypten ist ein Geschenk des Nils‘, schreibt im 5. Jahrhundert v. Chr. Herodot. Er drückt damit die grosse Bedeutung des mächtigen Stromes für alle angrenzenden Gebiete aus. Über Jahrtausende brachte der Nil durch die jährlichen Überschwemmungen im Unterlauf Fruchtbarkeit und Wohlstand für die Kulturen Ägyptens. Diesen Kulturen galt er als Verkörperung göttlicher Mächte, etwa der Gottheit der Nilflut Hapi oder des Wassergottes Sobek.<br />
Sebastian Münster macht den Nil auf seiner Weltkarte neben den damals bekannten Regionen Mauretanien, Libyen und Äthiopien zum zentralen Merkmal Afrikas. Der längste Fluss der Erde durchfliesst hier den Kontinent fast ganz von Süd bis Nord. Doch wo liegt seine Quelle?<br />
Seit der Antike wird über diese Frage gerätselt. Weil aber unschiffbare Katarakte das Verfolgen des Flusslaufes bis zu seiner Quelle unmöglich machten, konnten die Gelehrten darüber nur Vermutungen anstellen. Bis zur Entdeckung der Nilquelle im 19. Jahrhundert blieb sie deshalb ein sagenumwobener Ort.</p>
<p><em>Cosmographia</em>, 1544, S. 19</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Münsters Position in der Nilfrage</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 08:02:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Mondgebirge und die beiden (resp. drei) Seen, die sich daraus speisen, sind auf Sebastian Münsters Afrika-Karte gut erkennbar. Er erwähnt in der Cosmographia mehrere Theorien zur Position der Nilquelle. Einige Autoren sind etwa der Meinung, dass der mächtige Strom im Königreich Juba in Mauretanien entspringt. Münster schliesst sich jedoch der ptolemäischen Variante an. Er begründet dies wie folgt: ‚Aber ich will hie Ptolemeo gern glauben, der in Egypten gewonet hat, unnd on zweifel dieser dingen besundere achtung und erfarnuss gehabt.‘ Daran ist ersichtlich, welch grosse Autorität antike Schriften zu Zeiten Münsters noch immer hatten. Ptolemäusʹ Theorie wurde zwar ab dem 16. Jahrhundert zunehmend hinterfragt, hielt sich aber im Kern fast 2000 Jahre lang. Durch die portugiesischen Entdeckerfahrten auf der Suche nach einem Seeweg nach Indien war der Umriss Afrikas nach1500 recht genau bekannt. Über das Innere war jedoch so gut wie kein Erfahrungswissen vorhanden, das es Gelehrten ermöglicht hätte, den antiken Autoritäten zu widersprechen. Deshalb überdauerten bei der Beschreibung des afrikanischen Binnenlandes antike Vorstellungen. &#160; &#160; &#160; Africa, Libya, Morland Ausschnitt aus Münsters Afrika-Karte. Darauf sind das Mondgebirge mit den zwei Quellseen des Nils sowie dessen Verlauf sichtbar (Cosmographia, 1544, S. 82). Universitätsbibliothek Basel, EU I 55]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Mondgebirge_II_Web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1098 alignleft" alt="V13c_Bild_Mondgebirge_II_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Mondgebirge_II_Web-211x300.jpg" width="211" height="300" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Mondgebirge_II_Web-211x300.jpg 211w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Mondgebirge_II_Web-204x290.jpg 204w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Mondgebirge_II_Web.jpg 290w" sizes="(max-width: 211px) 100vw, 211px" /></a>Das Mondgebirge und die beiden (resp. drei) Seen, die sich daraus speisen, sind auf Sebastian Münsters Afrika-Karte gut erkennbar. Er erwähnt in der Cosmographia mehrere Theorien zur Position der Nilquelle. Einige Autoren sind etwa der Meinung, dass der mächtige Strom im Königreich Juba in Mauretanien entspringt. Münster schliesst sich jedoch der ptolemäischen Variante an. Er begründet dies wie folgt: ‚Aber ich will hie Ptolemeo gern glauben, der in Egypten gewonet hat, unnd on zweifel dieser dingen besundere achtung und erfarnuss gehabt.‘ Daran ist ersichtlich, welch grosse Autorität antike Schriften zu Zeiten Münsters noch immer hatten. Ptolemäusʹ Theorie wurde zwar ab dem 16. Jahrhundert zunehmend hinterfragt, hielt sich aber im Kern fast 2000 Jahre lang. Durch die portugiesischen Entdeckerfahrten auf der Suche nach einem Seeweg nach Indien war der Umriss Afrikas nach1500 recht genau bekannt. Über das Innere war jedoch so gut wie kein Erfahrungswissen vorhanden, das es Gelehrten ermöglicht hätte, den antiken Autoritäten zu widersprechen. Deshalb überdauerten bei der Beschreibung des afrikanischen Binnenlandes antike Vorstellungen.</p>
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<p><strong>Africa, Libya, Morland</strong><br />
Ausschnitt aus Münsters Afrika-Karte. Darauf sind das Mondgebirge mit den zwei Quellseen des Nils sowie dessen Verlauf sichtbar (<em>Cosmographia</em>, 1544, S. 82).<br />
Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Ein zentraler Quellsee für Nil, Kongo und Sambesi</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 08:02:22 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Karte aus dem Jahr 1562 stammt von Paolo Forlani. Forlani war ein sehr erfolgreicher Kupferstecher und Kartograf in Venedig. Er war Teil einer Gruppe von Kartografen um Jacobo Gastaldi, die eine von Ptolemäus abweichende Vorstellung der afrikanischen Flusssysteme vertraten. Gastaldi war der Meinung, es gäbe einen grossen Quellsee namens ‚Lacus Zembere‘, aus dem der Nil sowie der Zaire (Kongo) und der Sambesi entspringen. Die Idee eines Mondgebirges lehnte er ab. Ähnliche Vorstellungen gab es in verschiedenen anderen Kulturen der Welt, beispielsweise auf Karten islamischer Geographen des 14. Jahrhunderts oder auch bei chinesischen Kartografen. Portugiesische Missionare berichten davon, dass diese Vorstellung bei indigenen Bevölkerungsgruppen verbreitet war. Über arabische Händler könnte sie so von den Küsten Afrikas nach Europa und bis nach China gelangt sein. Die vorliegende Karte ist eine der frühsten in Europa, die Gastaldis Theorie zeigt. Obwohl sie weitgehend mit Ptolemäus bricht, gibt es auch hier zwei parallele Quellseen des Nils. &#160; &#160; &#160; &#160; Afrika nach Paolo Forlani Afrika-Karte von Paolo Forlani von 1562, die einen zentralen Quellsee ‚Lacus Zembere‘ der drei Flüsse Nil, Kongo und Sambesi zeigt. Universitätsbibliothek Basel, Kartensammlung AA 109]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Forlani_Web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1090 alignleft" alt="V13c_Bild_Forlani_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Forlani_Web-233x300.jpg" width="233" height="300" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Forlani_Web-233x300.jpg 233w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Forlani_Web-226x290.jpg 226w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Forlani_Web.jpg 290w" sizes="(max-width: 233px) 100vw, 233px" /></a>Die Karte aus dem Jahr 1562 stammt von Paolo Forlani. Forlani war ein sehr erfolgreicher Kupferstecher und Kartograf in Venedig. Er war Teil einer Gruppe von Kartografen um Jacobo Gastaldi, die eine von Ptolemäus abweichende Vorstellung der afrikanischen Flusssysteme vertraten. Gastaldi war der Meinung, es gäbe einen grossen Quellsee namens ‚Lacus Zembere‘, aus dem der Nil sowie der Zaire (Kongo) und der Sambesi entspringen. Die Idee eines Mondgebirges lehnte er ab. Ähnliche Vorstellungen gab es in verschiedenen anderen Kulturen der Welt, beispielsweise auf Karten islamischer Geographen des 14. Jahrhunderts oder auch bei chinesischen Kartografen. Portugiesische Missionare berichten davon, dass diese Vorstellung bei indigenen Bevölkerungsgruppen verbreitet war. Über arabische Händler könnte sie so von den Küsten Afrikas nach Europa und bis nach China gelangt sein. Die vorliegende Karte ist eine der frühsten in Europa, die Gastaldis Theorie zeigt. Obwohl sie weitgehend mit Ptolemäus bricht, gibt es auch hier zwei parallele Quellseen des Nils.</p>
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<p><strong>Afrika nach Paolo Forlani</strong><br />
Afrika-Karte von Paolo Forlani von 1562, die einen zentralen Quellsee ‚Lacus Zembere‘ der drei Flüsse Nil, Kongo und Sambesi zeigt.<br />
Universitätsbibliothek Basel, Kartensammlung AA 109</p>
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		<title>Zwillingsseen am Fusse des Mondgebirges</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 08:01:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits antike Gelehrte, wie etwa Herodot oder Aristoteles, stellten Vermutungen zur Lage der Nilquelle an. Grösste Wirkung entfalteten jedoch die Schriften des Ptolemäus aus Alexandria, der im zweiten Jahrhundert vor Christus lebte. Nach Ptolemäus entspringt der Nil südlich des Äquators aus zwei Zwillingsseen am Fusse des so genannten Mondgebirges. Die Position dieses Gebirges war stets umstritten, und es war von vielen Mythen umrankt. Einige Gelehrte vermuteten, dass es sich dabei zugleich um den Standort des irdischen Paradieses handelt. Andere glaubten gar, dass es bis zum Mond aufrage. Der Ursprung der ptolemäischen Theorie ist nicht bekannt. Sie könnte auf mehrere tausend Jahre alten ägyptischen Quellen basieren, auf welche Ptolemäus in Alexandria Zugriff gehabt haben könnte. Die ptolemäische Theorie übte in Europa viele Jahrhunderte lang grossen Einfluss auf die Vorstellung vom Inneren Afrikas aus. Auf der Karte übernimmt Münster Ptolemäusʹ Theorie, bildet aber drei anstatt der zwei Seen am Fusse der Mondberge ab. &#160; &#160; &#160; &#160; ‚Ptolemaisch general tafel begreifend die halbe kugel der weldt‘ Ausschnitt aus Münsters Karte der halben Erdkugel nach Ptolemäus, den Verlauf und die Quellen des Nils zeigend. Universitätsbibliothek Basel, Cosmographia, 1544, S. 22, EU I 55]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Mondgebirge_Web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1092 alignleft" alt="V13c_Bild_Mondgebirge_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Mondgebirge_Web-233x300.jpg" width="233" height="300" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Mondgebirge_Web-233x300.jpg 233w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Mondgebirge_Web-226x290.jpg 226w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13c_Bild_Mondgebirge_Web.jpg 290w" sizes="(max-width: 233px) 100vw, 233px" /></a>Bereits antike Gelehrte, wie etwa Herodot oder Aristoteles, stellten Vermutungen zur Lage der Nilquelle an. Grösste Wirkung entfalteten jedoch die Schriften des Ptolemäus aus Alexandria, der im zweiten Jahrhundert vor Christus lebte. Nach Ptolemäus entspringt der Nil südlich des Äquators aus zwei Zwillingsseen am Fusse des so genannten Mondgebirges. Die Position dieses Gebirges war stets umstritten, und es war von vielen Mythen umrankt. Einige Gelehrte vermuteten, dass es sich dabei zugleich um den Standort des irdischen Paradieses handelt. Andere glaubten gar, dass es bis zum Mond aufrage. Der Ursprung der ptolemäischen Theorie ist nicht bekannt. Sie könnte auf mehrere tausend Jahre alten ägyptischen Quellen basieren, auf welche Ptolemäus in Alexandria Zugriff gehabt haben könnte. Die ptolemäische Theorie übte in Europa viele Jahrhunderte lang grossen Einfluss auf die Vorstellung vom Inneren Afrikas aus. Auf der Karte übernimmt Münster Ptolemäusʹ Theorie, bildet aber drei anstatt der zwei Seen am Fusse der Mondberge ab.</p>
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<p><strong>‚Ptolemaisch general tafel begreifend die halbe kugel </strong><strong>der weldt‘</strong><br />
Ausschnitt aus Münsters Karte der halben Erdkugel nach Ptolemäus, den Verlauf und die Quellen des Nils zeigend.<br />
Universitätsbibliothek Basel, <em>Cosmographia</em>, 1544, S. 22, EU I 55</p>
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		<title>Die Entdeckung der Nilquelle</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 08:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab dem 17. Jahrhundert suchten erste Abenteurer und Forscher jenseits der Gelehrtendiskurse auch vor Ort nach der Quelle des Nils. Mehrere dieser Forscher meinten an verschiedensten Orten fälschlicherweise die Nilquelle entdeckt zu haben (siehe Karte). Im 19. Jahrhundert fanden – angespornt durch die Missionsbewegung und Geographische Gesellschaften – besonders viele derartige Expeditionen statt. Mehreren frühen Expeditionen gelingt es, den grössten Zufluss des Nils, den Blauen Nil, bis zu seiner Quelle in Äthiopien zu verfolgen. Doch sie haben nicht die wahre Quelle des Nils entdeckt, denn diese liegt viel weiter südlich. 1858 entdeckte der Brite John Hanning Speke den Victoriasee und kam damit der Quelle schon nahe. Doch seine Entdeckung wird in England angezweifelt. Deshalb reisten weitere namhafte Forscher erneut in das Gebiet. 1875 war es schliesslich Sir Morton Stanley, der erkannte, dass der Victoriasee südliche Zuflüsse hat, deren Quellen in den über 5000m hohen Ruwenzori Bergen im heutigen Ruanda und Burundi liegen. Diese gelten auch heute noch als Quellen des Nils. Von Expeditionen vermutete Positionen der Nilquelle: 1. 1617 Jesuitenbrüder Paez und Alvarez (Quelle des Blauen Nils) 2. 1770 James Bruce (Quelle des Blauen Nils) 3. 1820 Expedition des Pascha Mehmed Ali (Quelle des Blauen Nils) 4. 1858 John Hanning [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ab dem 17. Jahrhundert suchten erste Abenteurer und Forscher jenseits der Gelehrtendiskurse auch vor Ort nach der Quelle des Nils. Mehrere dieser Forscher meinten an verschiedensten Orten fälschlicherweise die Nilquelle entdeckt zu haben (siehe Karte). Im 19. Jahrhundert fanden – angespornt durch die Missionsbewegung und Geographische Gesellschaften – besonders viele derartige Expeditionen statt. Mehreren frühen Expeditionen gelingt es, den grössten Zufluss des Nils, den Blauen Nil, bis zu seiner Quelle in Äthiopien zu verfolgen. Doch sie haben nicht die wahre Quelle des Nils entdeckt, denn diese liegt viel weiter südlich. 1858 entdeckte der Brite John Hanning Speke den Victoriasee und kam damit der Quelle schon nahe. Doch seine Entdeckung wird in England angezweifelt. Deshalb reisten weitere namhafte Forscher erneut in das Gebiet. 1875 war es schliesslich Sir Morton Stanley, der erkannte, dass der Victoriasee südliche Zuflüsse hat, deren Quellen in den über 5000m hohen Ruwenzori Bergen im heutigen Ruanda und Burundi liegen. Diese gelten auch heute noch als Quellen des Nils.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/13c_screenshot_Afrikakarte5_IV.png"><img class="alignnone size-medium wp-image-1128" alt="13c_screenshot_Afrikakarte5_IV" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/13c_screenshot_Afrikakarte5_IV-300x148.png" width="325" height="160" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/13c_screenshot_Afrikakarte5_IV-300x148.png 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/13c_screenshot_Afrikakarte5_IV-290x143.png 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/13c_screenshot_Afrikakarte5_IV.png 848w" sizes="(max-width: 325px) 100vw, 325px" /></a></p>
<p><strong>Von Expeditionen vermutete Positionen der Nilquelle:</strong><br />
1. 1617 Jesuitenbrüder Paez und Alvarez (Quelle des Blauen Nils)<br />
2. 1770 James Bruce (Quelle des Blauen Nils)<br />
3. 1820 Expedition des Pascha Mehmed Ali (Quelle des Blauen Nils)<br />
4. 1858 John Hanning Speke und Richard Burton (Victoriasee)<br />
5. 1862 John Hanning Speke (Ripon Wasserfälle)<br />
6. 1864 Ehepaar Baker (Albertsee)<br />
7. 1875 Sir Henry Morton Stanley (Ruwenzori Berge)</p>
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		<title>Tiere</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 07:58:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Anders als in Europa gibt es in Afrika viele wilde und bedrohliche Tiere. Schlangen und vor allem der Löwe müssen auf Sebastian Münster so grossen Eindruck gemacht haben, dass er diesen Tieren im Einleitungskapitel zum 6. Buch einen eigenen längeren Absatz widmet. Obwohl Münster feststellt, dass es Löwen in mehreren Ländern gibt, müssen seinen Erkenntnissen zu Folge die afrikanischen wohl die gefährlichsten sein. Des Weiteren liefert der antike Schriftsteller Plinius in seiner Naturalis Historia Münster zusätzliche, teilweise recht merkwürdig anmutende und fragwürdige Informationen über den afrikanischen Löwen: ‚Der Löwe hat dann ein besonders edles Ansehen, wenn die Mähne Hals und Schultern bedeckt. Diess wird aber in einem gewissen Alter nur solchen zu Theil, die von (echten) Löwen abstammen; denn die von Pardern erzeugten entbehren, gleich den Löwinnen, dieses ausgezeichneten Schmucks. Sie sind sehr geiler Natur, und die Männchen werden dabei sehr wiithend. (&#8230;) Weibchen und Männchen jeder Gattung vermischen sich entweder durch Gewalt oder aus Wollust miteinander. Daher das in Griechenland allgemeine Sprichwort: Afrika bringt immer etwas Neues.‘ Cosmographia, 1544, 6. Buch Universitätsbibliothek Basel, EU I 55]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13a_loewebild_Web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1082 alignright" alt="V13a_loewebild_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13a_loewebild_Web-300x224.jpg" width="300" height="224" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13a_loewebild_Web-300x224.jpg 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13a_loewebild_Web-290x216.jpg 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13a_loewebild_Web.jpg 388w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>Anders als in Europa gibt es in Afrika viele wilde und bedrohliche Tiere. Schlangen und vor allem der Löwe müssen auf Sebastian Münster so grossen Eindruck gemacht haben, dass er diesen Tieren im Einleitungskapitel zum 6. Buch einen eigenen längeren Absatz widmet. Obwohl Münster feststellt, dass es Löwen in mehreren Ländern gibt, müssen seinen Erkenntnissen zu Folge die afrikanischen wohl die gefährlichsten sein. Des Weiteren liefert der antike Schriftsteller Plinius in seiner Naturalis Historia Münster zusätzliche, teilweise recht merkwürdig anmutende und fragwürdige Informationen über den afrikanischen Löwen: ‚Der Löwe hat dann ein besonders edles Ansehen, wenn die Mähne Hals und Schultern bedeckt. Diess wird aber in einem gewissen Alter nur solchen zu Theil, die von (echten) Löwen abstammen; denn die von Pardern erzeugten entbehren, gleich den Löwinnen, dieses ausgezeichneten Schmucks. Sie sind sehr geiler Natur, und die Männchen werden dabei sehr wiithend. (&#8230;) Weibchen und Männchen jeder Gattung vermischen sich entweder durch Gewalt oder aus Wollust miteinander. Daher das in Griechenland allgemeine Sprichwort: Afrika bringt immer etwas Neues.‘</p>
<p>Cosmographia, 1544, 6. Buch</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Klima</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 07:57:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Die klimatischen Bedingungen in Afrika, werden in der Cosmographia als schrecklich und unzumutbar bezeichnet; das Land sei vertrocknet und ein Leben unter solchen Bedingungen schier unmöglich: ‚Denn dieses Land ist trefflich weit und breit und sehr heiss. Es liegt zum grösseren Teil zwischen dem Wendekreis des Krebses und dem des Steinbocks, wo die grösste Hitze herrscht und wo weder Mensch noch Vieh leben mag, sondern nur Schlangen und andere schädliche Tiere, die dem Menschen keinen Zugang lassen.‘ ‚Es gibt an manchen Orten ein so grosses Sandmeer, dass da niemand bleiben, ja niemand hindurch kommen mag. (&#8230;) Ausserdem herrscht mancherorts weit und breit ein so grosser Wassermangel, dass die Einwohner auch in den fruchtbaren Ländern manche Meile laufen müssen, um Wasser zu suchen. Man sollte bedenken, dass da, wo die Hitze brennt, das Erdreich aller Feuchtigkeit beraubt und ausgedörrt wird.‘ Cosmographia, 1544, S. 734 (dcxliiii) Universitätsbibliothek Basel, EU I 55]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13b_schlange_Web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1078 alignleft" alt="V13b_schlange_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13b_schlange_Web-271x300.jpg" width="271" height="300" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13b_schlange_Web-271x300.jpg 271w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13b_schlange_Web-261x290.jpg 261w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13b_schlange_Web.jpg 290w" sizes="(max-width: 271px) 100vw, 271px" /></a>Die klimatischen Bedingungen in Afrika, werden in der <em>Cosmographia</em> als schrecklich und unzumutbar bezeichnet; das Land sei vertrocknet und ein Leben unter solchen Bedingungen schier unmöglich: ‚Denn dieses Land ist trefflich weit und breit und sehr heiss. Es liegt zum grösseren Teil zwischen dem Wendekreis des Krebses und dem des Steinbocks, wo die grösste Hitze herrscht und wo weder Mensch noch Vieh leben mag, sondern nur Schlangen und andere schädliche Tiere, die dem Menschen keinen Zugang lassen.‘<br />
‚Es gibt an manchen Orten ein so grosses Sandmeer, dass da niemand bleiben, ja niemand hindurch kommen mag. (&#8230;) Ausserdem herrscht mancherorts weit und breit ein so grosser Wassermangel, dass die Einwohner auch in den fruchtbaren Ländern manche Meile laufen müssen, um Wasser zu suchen. Man sollte bedenken, dass da, wo die Hitze brennt, das Erdreich aller Feuchtigkeit beraubt und ausgedörrt wird.‘</p>
<p><em>Cosmographia</em>, 1544, S. 734 (dcxliiii)</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>sēfär ēldad haddanî, Konstantinopel 1516</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 07:54:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die in dem vorliegenden Sammelband erschienene Schrift des Eldad ben Mahli da-Dhani (in der Ausstellung zu sehen) gelangte um das Jahr 1544 in den Besitz von Sebastian Münster. Sie ist mit zahlreichen Marginalien aus Münsters Hand versehen. Es handelt sich um eines der wenigen erhaltenen Bücher aus den Beständen Münsters im Besitz der Universität Basel. Die ursprüngliche Schrift wurde von dem aus Ostafrika stammenden jüdischen Kaufmann Eldad ben Mahli da-Dhani verfasst, welcher im 9. Jahrhundert nach Spanien reiste. Seine geographische Schrift umfasst Beobachtungen der bereisten Länder und der dort ansässigen Stämme. Besondere Bedeutung kommt der Schrift durch die Schilderung des Reiches des Priesterkönigs Johannes zu. Das Reich des sagenumwobenen christlichen Herrschers verortet Münster gemäss den Erzählungen östlich des ihm bekannten Moorlandes, im heutigen Äthiopien, wo es tatsächlich eine christliche Gemeinschaft gab. (Cosmographia, 1544, dclviii/dclix) Im Mittelalter wurde das mythische Reich noch im östlichen Asien vermutet und auch dort gesucht. Marco Polo siedelt es im Nordosten von China an. Einen Teil der Schilderungen des Eldad da-Dhanis gab Münster mit lateinischen Glossen in seiner auf Latein verfassten wissenschaftlichen Ausgabe der Cosmographia von 1550 heraus. Universitätsbibliothek Basel, F.A. VI 10 Das Reich des Priesterkönigs Johannes: (Ausschnitt Afrikakarte, Universitätsbibliothek Basel, EU I 48)]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die in dem vorliegenden Sammelband erschienene Schrift des Eldad ben Mahli da-Dhani (in der Ausstellung zu sehen) gelangte um das Jahr 1544 in den Besitz von Sebastian Münster. Sie ist mit zahlreichen Marginalien aus Münsters Hand versehen. Es handelt sich um eines der wenigen erhaltenen Bücher aus den Beständen Münsters im Besitz der Universität Basel. Die ursprüngliche Schrift wurde von dem aus Ostafrika stammenden jüdischen Kaufmann Eldad ben Mahli da-Dhani verfasst, welcher im 9. Jahrhundert nach Spanien reiste. Seine geographische Schrift umfasst Beobachtungen der bereisten Länder und der dort ansässigen Stämme.<br />
Besondere Bedeutung kommt der Schrift durch die Schilderung des Reiches des Priesterkönigs Johannes zu. Das Reich des sagenumwobenen christlichen Herrschers verortet Münster gemäss den Erzählungen östlich des ihm bekannten Moorlandes, im heutigen Äthiopien, wo es tatsächlich eine christliche Gemeinschaft gab. (Cosmographia, 1544, dclviii/dclix) Im Mittelalter wurde das mythische Reich noch im östlichen Asien vermutet und auch dort gesucht. Marco Polo siedelt es im Nordosten von China an. Einen Teil der Schilderungen des Eldad da-Dhanis gab Münster mit lateinischen Glossen in seiner auf Latein verfassten wissenschaftlichen Ausgabe der Cosmographia von 1550 heraus.</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, F.A. VI 10</p>
<p>Das Reich des Priesterkönigs Johannes:</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/13a_vondemLandeAfrika_Afrikakarte_EU_I_48_Web_Johannes_II_640x290.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1177" alt="13a_vondemLandeAfrika_Afrikakarte_EU_I_48_Web_Johannes_II_640x290" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/13a_vondemLandeAfrika_Afrikakarte_EU_I_48_Web_Johannes_II_640x290-300x135.jpg" width="300" height="135" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/13a_vondemLandeAfrika_Afrikakarte_EU_I_48_Web_Johannes_II_640x290-300x135.jpg 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/13a_vondemLandeAfrika_Afrikakarte_EU_I_48_Web_Johannes_II_640x290.jpg 640w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>(Ausschnitt Afrikakarte, Universitätsbibliothek Basel, EU I 48)</p>
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		<title>Afrika-Karte aus dem ‚Ulmer Ptolemäus‘</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 07:53:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Der ‚Ulmer Ptolemäus‘ von 1482 ist die erste Druckausgabe der Geographie des Ptolemäus ausserhalb Italiens nach der Wiederentdeckung des Werkes im Humanismus. Dieser prächtige und innovative Wiegendruck wurde von Lienhart Holl in Ulm hergestellt, und ,die Karten Holls, die als erste in Holz geschnitten sind, sind das Werk eines dominus/donnus Nicolaus Germanus.‘ (F. Hieronymus) Die Karten wurden sorgfältig koloriert. Der Band trägt den Hinweis ‚Amerbachiorum‘, vermutlich von der Hand des bedeutenden Basler Humanisten Bonifacius Amerbach. Der ‚Ulmer Ptolemäus‘ ist in unserer Ausstellung ‚Im Hafen fahre ich zur See &#8211; Sebastian Münster und die Welt&#8217; zu sehen. Es ist eines der wenigen kolorierten Exponate, die ausgestellt werden. Universitätsbibliothek Basel, INC 358]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der ‚Ulmer Ptolemäus‘ von 1482 ist die erste Druckausgabe der <em>Geographie</em> des Ptolemäus ausserhalb Italiens nach der Wiederentdeckung des Werkes im Humanismus. Dieser prächtige und innovative Wiegendruck wurde von Lienhart Holl in Ulm hergestellt, und ,die Karten Holls, die als erste in Holz geschnitten sind, sind das Werk eines dominus/donnus Nicolaus Germanus.‘ (F. Hieronymus) Die Karten wurden sorgfältig koloriert. Der Band trägt den Hinweis ‚Amerbachiorum‘, vermutlich von der Hand des bedeutenden Basler Humanisten Bonifacius Amerbach.</p>
<p>Der ‚Ulmer Ptolemäus‘ ist in unserer Ausstellung ‚Im Hafen fahre ich zur See &#8211; Sebastian Münster und die Welt&#8217; zu sehen. Es ist eines der wenigen kolorierten Exponate, die ausgestellt werden.</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, INC 358</p>
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