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	<title>Das Fremde</title>
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	<description>Im Hafen fahre ich zur See – Sebastian Münster und die Welt</description>
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		<title>Geographische Fremdheit</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 08:13:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bei der Beschreibung von Skandinavien sind es hauptsächlich geographische Unerschlossenheit und Distanz, die das Fremde erklären: So wird Dänemark detailliert geschildert, während Norwegen und Schweden weit weniger Seiten füllen. Zu ferneren Inseln wie Island oder Grönland finden sich dann teilweise nur kleine Abschnitte. Cosmographia, 1544, Tafel 14 Universitätsbibliothek Basel, EU I 55]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Beschreibung von Skandinavien sind es hauptsächlich geographische Unerschlossenheit und Distanz, die das Fremde erklären: So wird Dänemark detailliert geschildert, während Norwegen und Schweden weit weniger Seiten füllen. Zu ferneren Inseln wie Island oder Grönland finden sich dann teilweise nur kleine Abschnitte.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Skandinavienkarte_Web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1353" alt="V11_Skandinavienkarte_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Skandinavienkarte_Web-300x254.jpg" width="300" height="254" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Skandinavienkarte_Web-300x254.jpg 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Skandinavienkarte_Web-290x245.jpg 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Skandinavienkarte_Web.jpg 787w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p><em>Cosmographia</em>, 1544, Tafel 14</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Island und Grönland</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 08:13:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Island ist ein gutes Beispiel für geographische Fremdheit. Die Insel wird als von mächtigen, schneebedeckten und Schwefel spuckenden Bergen beherrschtes Land beschrieben; vor seiner Küste lauern zahlreiche Untiefen im Meer. Da auf Island kaum etwas wächst, gibt es dort Massen von Fischen, von denen man lebt und die man exportiert (vgl. Wappenbild). Eine weitere Lebensgrundlage bildet das Vieh, welches laut einem Bericht so viel Butter produziert, dass es sich selbst daran überfrisst. Über Grönland weiss man nur sehr wenig. Wiederum wird von viel Vieh und Butter berichtet, doch das (im zeitgenössischen Kontext) wirklich Wichtige sind die von Norwegen ausgesandten Bischöfe, die das Land christianisiert haben. Cosmographia, 1544, S. 521 Universitätsbibliothek Basel, EU I 55]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Island ist ein gutes Beispiel für geographische Fremdheit. Die Insel wird als von mächtigen, schneebedeckten und Schwefel spuckenden Bergen beherrschtes Land beschrieben; vor seiner Küste lauern zahlreiche Untiefen im Meer. Da auf Island kaum etwas wächst, gibt es dort Massen von Fischen, von denen man lebt und die man exportiert (vgl. Wappenbild). Eine weitere Lebensgrundlage bildet das Vieh, welches laut einem Bericht so viel Butter produziert, dass es sich selbst daran überfrisst. Über Grönland weiss man nur sehr wenig. Wiederum wird von viel Vieh und Butter berichtet, doch das (im zeitgenössischen Kontext) wirklich Wichtige sind die von Norwegen ausgesandten Bischöfe, die das Land christianisiert haben.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_wappenisland_Web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1356" alt="V11_wappenisland_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_wappenisland_Web-222x300.jpg" width="222" height="300" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_wappenisland_Web-222x300.jpg 222w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_wappenisland_Web-214x290.jpg 214w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_wappenisland_Web.jpg 354w" sizes="(max-width: 222px) 100vw, 222px" /></a></p>
<p><em>Cosmographia</em>, 1544, S. 521</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Heidnischer Glaube in Osteuropa</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 08:12:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Osteuropäische Länder stehen ihrem alten Glauben auch nach der Christianisierung noch relativ nahe. Die Botschaft der Cosmographia ist klar: Mitteleuropa ist das Zentrum der Zivilisation. Zwar befinden sich die konvertierten östlichen Länder im Kreis der christlichzivilisierten Welt, doch ihre Bewohner praktizieren immer noch Teile ihres ursprünglichen Glaubens. In Kärnten beispielsweise hängt man Diebe auf, bevor man Gericht über sie hält. Sind sie schuldig, werden sie hängen gelassen. Wird die Unschuld bewiesen, erhalten sie ein christliches Begräbnis.    Cosmographia, 1544, S. 610; 634 Universitätsbibliothek Basel, EU I 55]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Osteuropäische Länder stehen ihrem alten Glauben auch nach der Christianisierung noch relativ nahe. Die Botschaft der <em>Cosmographia</em> ist klar: Mitteleuropa ist das Zentrum der Zivilisation. Zwar befinden sich die konvertierten östlichen Länder im Kreis der christlichzivilisierten Welt, doch ihre Bewohner praktizieren immer noch Teile ihres ursprünglichen Glaubens. In Kärnten beispielsweise hängt man Diebe auf, bevor man Gericht über sie hält. Sind sie schuldig, werden sie hängen gelassen. Wird die Unschuld bewiesen, erhalten sie ein christliches Begräbnis.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Heidnisch_Web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1351 alignleft" alt="V11_Heidnisch_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Heidnisch_Web-300x244.jpg" width="300" height="244" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Heidnisch_Web-300x244.jpg 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Heidnisch_Web-290x235.jpg 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Heidnisch_Web.jpg 472w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>   <a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_DiebHeidnisch_Web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1349 alignright" alt="V11_DiebHeidnisch_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_DiebHeidnisch_Web-246x300.jpg" width="246" height="300" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_DiebHeidnisch_Web-246x300.jpg 246w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_DiebHeidnisch_Web-238x290.jpg 238w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_DiebHeidnisch_Web.jpg 295w" sizes="(max-width: 246px) 100vw, 246px" /></a></p>
<p><em>Cosmographia</em>, 1544, S. 610; 634</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Die Geissel Gottes</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 08:12:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Hunnenkönig Attila wird als ‚Geissel Gottes‘ bezeichnet, welche im 5. Jahrhundert plündernd und erobernd durch Osteuropa zog. Fast tausend Jahre später wird diese Eroberungslust indirekt auf die Türken übertragen – so ist das hier abgebildete Porträt Attilas nicht in allen Ausgaben der Cosmographia dasselbe, sondern wird in manchen mit dem Bild eines späteren Türkenkaisers ersetzt. Holzschnitt von Attila: Cosmographia, 1550 (lat. Ausgabe), S. 859 UB Basel, Falk 7 Cosmographia, 1544, S. 524 UB Basel, EU I 55]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hunnenkönig Attila wird als ‚Geissel Gottes‘ bezeichnet, welche im 5. Jahrhundert plündernd und erobernd durch Osteuropa zog. Fast tausend Jahre später wird diese Eroberungslust indirekt auf die Türken übertragen – so ist das hier abgebildete Porträt Attilas nicht in allen Ausgaben der <em>Cosmographia</em> dasselbe, sondern wird in manchen mit dem Bild eines späteren Türkenkaisers ersetzt.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Attila_Web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1362" alt="V11_Attila_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Attila_Web-275x300.jpg" width="275" height="300" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Attila_Web-275x300.jpg 275w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Attila_Web-266x290.jpg 266w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Attila_Web.jpg 354w" sizes="(max-width: 275px) 100vw, 275px" /></a></p>
<p>Holzschnitt von Attila: <em>Cosmographia</em>, 1550 (lat. Ausgabe), S. 859</p>
<p>UB Basel, Falk 7</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_geissel_Web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1350" alt="V11_geissel_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_geissel_Web-300x272.jpg" width="300" height="272" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_geissel_Web-300x272.jpg 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_geissel_Web-290x263.jpg 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_geissel_Web.jpg 472w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p><em>Cosmographia</em>, 1544, S. 524</p>
<p>UB Basel, EU I 55</p>
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		<title>Christentum als Norm</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 08:11:35 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Das Fremde]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Fremde definiert sich häufig in Abgrenzung zum Christentum. In Nordeuropa und Ungarn sind es vor allem Überbleibsel aus dem heidnischen Glauben, die fremd und zuweilen gar primitiv erscheinen. Im ferneren Osteuropa herrscht jedoch eine viel direktere Konkurrenz zwischen Christentum und Islam: Türken, Tataren und andere Völker muslimischen Glaubens werden als stete Bedrohung für das christliche Europa dargestellt. &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; Cosmographia, 1544, S. 540 Universitätsbibliothek Basel, EU I 55]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_LitauerChristentum_Web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1352 alignright" alt="V11_LitauerChristentum_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_LitauerChristentum_Web-300x268.jpg" width="300" height="268" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_LitauerChristentum_Web-300x268.jpg 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_LitauerChristentum_Web-290x259.jpg 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_LitauerChristentum_Web.jpg 472w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></em>Das Fremde definiert sich häufig in Abgrenzung zum Christentum. In Nordeuropa und Ungarn sind es vor allem Überbleibsel aus dem heidnischen Glauben, die fremd und zuweilen gar primitiv erscheinen. Im ferneren Osteuropa herrscht jedoch eine viel direktere Konkurrenz zwischen Christentum und Islam: Türken, Tataren und andere Völker muslimischen Glaubens werden als stete Bedrohung für das christliche Europa dargestellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: right;"><em>Cosmographia</em>, 1544, S. 540</p>
<p style="text-align: right;">Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Islamophobie</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 08:10:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Fremde]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Ausgabe zu Ausgabe der Cosmographia nehmen die Beschreibungen der Grausamkeit der Türken zu: Das ursprünglich Fremde und Exotische des Islams wird schliesslich mit Brutalität und Eroberungswillen gleichgesetzt. Besiegte Christen werden versklavt und wie Vieh behandelt; am Ende steht das ‚gute‘ Christentum dem nicht bloss fremden, sondern vielmehr auch als ‚böse‘ stilisierten Islam gegenüber. Cosmographia, 1550 (lat. Ausgabe), S. 877 Universitätsbibliothek Basel, Falk 7 &#160; Cosmographia, 1550 (lat. Ausgabe), S 967 Universitätsbibliothek Basel, Falk 7]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Von Ausgabe zu Ausgabe der <em>Cosmographia</em> nehmen die Beschreibungen der Grausamkeit der Türken zu: Das ursprünglich Fremde und Exotische des Islams wird schliesslich mit Brutalität und Eroberungswillen gleichgesetzt. Besiegte Christen werden versklavt und wie Vieh behandelt; am Ende steht das ‚gute‘ Christentum dem nicht bloss fremden, sondern vielmehr auch als ‚böse‘ stilisierten Islam gegenüber.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_tuerkefolter_Web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1355" alt="V11_tuerkefolter_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_tuerkefolter_Web-300x189.jpg" width="300" height="189" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_tuerkefolter_Web-300x189.jpg 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_tuerkefolter_Web-290x182.jpg 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_tuerkefolter_Web.jpg 709w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p><em>Cosmographia</em>, 1550 (lat. Ausgabe), S. 877</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, Falk 7</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Tuerke_Christ_Web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1354" alt="V11_Tuerke_Christ_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Tuerke_Christ_Web-300x232.jpg" width="300" height="232" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Tuerke_Christ_Web-300x232.jpg 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Tuerke_Christ_Web-290x224.jpg 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Tuerke_Christ_Web.jpg 440w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p><em>Cosmographia</em>, 1550 (lat. Ausgabe), S 967</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, Falk 7</p>
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		<title>Dracula als Schreckensherrscher</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 08:07:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Fremde]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schreckensherrschaft von Dracula ist ein weiteres Beispiel für die Fremdartigkeit des Ostens: Dracula liess Botschaftern die Hüte auf die Köpfe nageln, verbrannte Bettler und liess zahllose Menschen aufspiessen. Erst die Türken konnten seine Tyrannei beenden – und werden hier einmal nicht als Täter, sondern als Opfer und Erlöser dargestellt. Cosmographia, 1550 (lateinische Ausgabe), S. 920 Universitätsbibliothek Basel, Falk 7]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schreckensherrschaft von Dracula ist ein weiteres Beispiel für die Fremdartigkeit des Ostens: Dracula liess Botschaftern die Hüte auf die Köpfe nageln, verbrannte Bettler und liess zahllose Menschen aufspiessen. Erst die Türken konnten seine Tyrannei beenden – und werden hier einmal nicht als Täter, sondern als Opfer und Erlöser dargestellt.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Dracula920_Web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1348 alignleft" alt="V11_Dracula920_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Dracula920_Web-226x300.jpg" width="226" height="300" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Dracula920_Web-226x300.jpg 226w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Dracula920_Web-219x290.jpg 219w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V11_Dracula920_Web.jpg 354w" sizes="(max-width: 226px) 100vw, 226px" /></a></p>
<p><em>Cosmographia</em>, 1550 (lateinische Ausgabe), S. 920</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, Falk 7</p>
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		<title>Die Erschlossenheit des Nordens</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 08:06:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Fremde]]></category>

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		<description><![CDATA[England war bereits seit der Antike durch die römische Kolonialisierung Britanniens bekannt; Dänemark dagegen blieb bis ins Mittelalter weitgehend unbekannt, da die Römer Germanien nie bis ganz in den Norden (Norddeutschland) erobern konnten. Daraus erklärt sich auch das lückenhafte Wissen über Skandinavien: Münster verliess sich auf antike Überlieferungen und zeitgenössische Augenzeugenberichte. Letztere füllten jene Lücken, die die antiken Quellen hinterliessen – und da der Norden erst seit ein paar Jahrhunderten über Dänemark erschlossen wurde, waren auch diese Berichte häufig fehlerhaft oder übertrieben. So lässt sich recht genau ablesen, wo das damalige Wissen aufhörte und die Spekulation begann: Dänemark liegt an der Grenze zur eher unerforschten Nord- und Ostsee und war durch die Hanse in Norddeutschland sowohl geschichtlich wie auch geographisch besser erschlossen als Norwegen, Schweden und Finnland. Je weiter nördlich ein Land liegt, umso abenteuerlicher und spärlicher werden die Überlieferungen – die besten Beispiele hierfür sind Island und Grönland.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>England war bereits seit der Antike durch die römische Kolonialisierung Britanniens bekannt; Dänemark dagegen blieb bis ins Mittelalter weitgehend unbekannt, da die Römer Germanien nie bis ganz in den Norden (Norddeutschland) erobern konnten. Daraus erklärt sich auch das lückenhafte Wissen über Skandinavien: Münster verliess sich auf antike Überlieferungen und zeitgenössische Augenzeugenberichte. Letztere füllten jene Lücken, die die antiken Quellen hinterliessen – und da der Norden erst seit ein paar Jahrhunderten über Dänemark erschlossen wurde, waren auch diese Berichte häufig fehlerhaft oder übertrieben. So lässt sich recht genau ablesen, wo das damalige Wissen aufhörte und die Spekulation begann: Dänemark liegt an der Grenze zur eher unerforschten Nord- und Ostsee und war durch die Hanse in Norddeutschland sowohl geschichtlich wie auch geographisch besser erschlossen als Norwegen, Schweden und Finnland. Je weiter nördlich ein Land liegt, umso abenteuerlicher und spärlicher werden die Überlieferungen – die besten Beispiele hierfür sind Island und Grönland.</p>
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		<title>Das Fremde in der Cosmographia</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 08:06:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Fremde]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Fremde in der Cosmographia lässt sich im weitesten Sinn mit dem Bösen gleichsetzen: Wilde, übernatürliche Wesen, heidnische Völker und geographische Abgründe lauern hinter den Rändern von Frau Europa. Alles, was nicht im unmittelbaren Licht des zentraleuropäischen Christentums steht, gehört zu den ‚mitnächtlichen‘ oder fernen Ländern. Andererseits gilt es zu beachten, dass vor allem die Monster und Zauberwesen auch als wundersame Schöpfungen von Gott betrachtet werden. Das Staunen des Spätmittelalters verknüpft sich hier mit dem Frührationalismus des Humanismus.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Fremde in der <em>Cosmographia</em> lässt sich im weitesten Sinn mit dem Bösen gleichsetzen: Wilde, übernatürliche Wesen, heidnische Völker und geographische Abgründe lauern hinter den Rändern von Frau Europa. Alles, was nicht im unmittelbaren Licht des zentraleuropäischen Christentums steht, gehört zu den ‚mitnächtlichen‘ oder fernen Ländern. Andererseits gilt es zu beachten, dass vor allem die Monster und Zauberwesen auch als wundersame Schöpfungen von Gott betrachtet werden. Das Staunen des Spätmittelalters verknüpft sich hier mit dem Frührationalismus des Humanismus.</p>
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		<title>Der fremde Norden</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Jun 2013 16:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Johanna S]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Fremde]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbild]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Im Hafen Fahre ich zur See]]></category>
		<category><![CDATA[Norden]]></category>

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		<description><![CDATA[Ergänzungen zu Vitrine 11 in der Ausstellung &#8220;Im Hafen fahre ich zur See&#8221;. Alle Seitenangaben beziehen sich auf die Ausgabe von 1545, digitalisiert und zur Verfügung gestellt von der Universität Düsseldorf. Link: http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/193012 &#160; Beschreibung des Künigreichs Deñmarck, sampt andern mitnächtigen Künigreichen, Schweden, Gothen, Nortwegen etc. vnd was sich darin nach und nach verlauffen hat. (S. 716) &#160; So lautet der Untertitel zu Münsters viertem Buch der Cosmographia. Auf den nachfolgenden Seiten folgt eine Abhandlung der geschichtlichen und politischen Entwicklung Dänemarks; inklusive einer Aufzählung der Könige, aussenpolitischen Spannungen und Beziehungen sowie eines Berichts, wie Dänemark christianisiert wurde. Die ganze Abhandlung über Dänemark erstreckt sich über stolze 23 Seiten. Anschliessend folgen ähnliche, jedoch klar kürzere Abhandlungen über Norwegen (gerade mal eine Seite) und Schweden (immerhin knapp vier Seiten). Bei der Abhandlung von Finnland (ca. zwei Seiten) wird ein besonderes Augenmerk auf die finnische Sprache gelegt. Illustriert wird dies unter anderem durch die Übersetzung des Vater Unsers auf Finnisch (S. 744/5). &#160; &#160; Island, Lappland und Grönland bilden den Abschluss des Überblicks über die nordischen („mitnächtlichen“) Länder. Zusammen umfassen sie gerade mal zweieinhalb Seiten und der Fokus ist bei diesen Ländern klar auf dem Fremden und der Wildheit der Natur und der Einwohner. Dass diese [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ergänzungen zu Vitrine 11 in der Ausstellung &#8220;Im Hafen fahre ich zur See&#8221;. Alle Seitenangaben beziehen sich auf die Ausgabe von 1545, digitalisiert und zur Verfügung gestellt von der Universität Düsseldorf. Link: <a href="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/193012" target="_blank">http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/193012</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;padding-left: 30px"><i>Beschreibung des Künigreichs Deñmarck, sampt andern mitnächtigen Künigreichen, Schweden, Gothen, Nortwegen etc. vnd was sich darin nach und nach verlauffen hat.</i> (S. 716)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So lautet der Untertitel zu Münsters viertem Buch der <i>Cosmographia.</i> Auf den nachfolgenden Seiten folgt eine Abhandlung der geschichtlichen und politischen Entwicklung Dänemarks; inklusive einer Aufzählung der Könige, aussenpolitischen Spannungen und Beziehungen sowie eines Berichts, wie Dänemark christianisiert wurde. Die ganze Abhandlung über Dänemark erstreckt sich über stolze 23 Seiten. Anschliessend folgen ähnliche, jedoch klar kürzere Abhandlungen über Norwegen (gerade mal eine Seite) und Schweden (immerhin knapp vier Seiten). Bei der Abhandlung von Finnland (ca. zwei Seiten) wird ein besonderes Augenmerk auf die finnische Sprache gelegt. Illustriert wird dies unter anderem durch die Übersetzung des Vater Unsers auf Finnisch (S. 744/5).</p>
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<div id="attachment_771" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/193774"><img class="size-medium wp-image-771" alt="Das Vater Unser in Finnisch" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.00-300x68.png" width="300" height="68" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.00-300x68.png 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.00-290x66.png 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.00.png 881w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Das Vater Unser in Finnisch</p></div>
<div id="attachment_772" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/193775"><img class="size-medium wp-image-772" alt="Vater Unser in Finnisch (forts.)" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.56-300x65.png" width="300" height="65" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.56-300x65.png 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.56-290x63.png 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.56.png 874w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Vater Unser in Finnisch (forts.)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Island, Lappland und Grönland bilden den Abschluss des Überblicks über die nordischen („mitnächtlichen“) Länder. Zusammen umfassen sie gerade mal zweieinhalb Seiten und der Fokus ist bei diesen Ländern klar auf dem Fremden und der Wildheit der Natur und der Einwohner. Dass diese Länder an der Peripherie Europas unbekannt und „Fakten“ darüber eher spekulativer Natur sind, ist offensichtlich. Gerade bei der Beschreibung Lapplands tritt auch Münsters an Rassismus grenzender Eurozentrismus hervor:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 30px;text-align: center"><i>Dis land vnd seine ynwoner werden darumb Lappen genant, das es läppisch leüt seind, vnd nit durchaus witzig, ganz wild, vnd zum theil viehisch.</i> (S. 746.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie es auch in den anderen Himmelsrichtungen der Fall ist, gilt: Je weiter weg von Zentraleuropa das Land und die Leute sind, desto weniger ist bekannt und desto mehr ranken sich die Gerüchte und Spekulationen um diese fernen, fremden Gebiete.</p>
<p>Am eindrucksvollsten kommt das in der Beschreibung Grönlands zur Geltung. Obwohl so gut wie nichts darüber bekannt ist, so verfasste Münster doch immerhin einen Abschnitt dazu:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;padding-left: 30px"><i>Wie vor gemelt, dis land wirt also genent, das trefflich gut weid darin wechst, wie auch die käs vnd butter so mit grossem hauffen daraus gefürt werden, das anzeigen. Es seind zwen bischoffliche sitz darinn, die dem erzbischoff von Drontheim in Norwegiê gelegen vnd worffen seind. S volck in disem land ist gar wanckelmütig, vnnd ghat fast mitt zauberey vmb. Man meint das dis land sich von den Lappen ziehe biss zu den neüwen ins[len] die sich gegen mitnacht strecken. Weiter weisst man von disem land nichts zu sagen.</i> (S. 747)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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