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	<title>Weltbild</title>
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	<description>Im Hafen fahre ich zur See – Sebastian Münster und die Welt</description>
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		<title>Münsters Metaphysik</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 13:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Weltbild]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Geschichte der wissenschaftlichen Geographie reicht bis in die griechische Antike zurück. In das abendländische Mittelalter fand das antike Wissen jedoch nur teilweise Eingang und wurde in einen religiös gedeuteten kosmologischen Zusammenhang gestellt. Der Kirche wurde es zur Aufgabe, die Beobachtung der Welt mit der heiligen Schrift in Einklang zu bringen. So hatten geographische Informationen aus der Bibel und deren Aussagen bezüglich des Weltalters und der Positionsbestimmungen bestimmter Orte unbedingte Autorität, was sich aber mit Humanismus und Reformation grundlegend änderte. In seiner Cosmographia kann Münster in der Tradition des Thomas von Aquin gesehen werden, der im 13. Jahrhundert den Gegensatz zwischen der an Vernunft und Wissenschaft orientierten Antike und dem christlichen Glauben aufzulösen suchte. Auch Münster bemüht sich, antike wissenschaftliche Vorstellungen mit dem reformierten theologischen Denken in Einklang zu bringen. Letztlich dient für ihn das Studium der Natur dem besseren Verständnis und der Wertschätzung von Gottes Schöpfung; wissenschaftliches und mythisches Weltbild durchdringen sich.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte der wissenschaftlichen Geographie reicht bis in die griechische Antike zurück. In das abendländische Mittelalter fand das antike Wissen jedoch nur teilweise Eingang und wurde in einen religiös gedeuteten kosmologischen Zusammenhang gestellt. Der Kirche wurde es zur Aufgabe, die Beobachtung der Welt mit der heiligen Schrift in Einklang zu bringen. So hatten geographische Informationen aus der Bibel und deren Aussagen bezüglich des Weltalters und der Positionsbestimmungen bestimmter Orte unbedingte Autorität, was sich aber mit Humanismus und Reformation grundlegend änderte. In seiner Cosmographia kann Münster in der Tradition des Thomas von Aquin gesehen werden, der im 13. Jahrhundert den Gegensatz zwischen der an Vernunft und Wissenschaft orientierten Antike und dem christlichen Glauben aufzulösen suchte. Auch Münster bemüht sich, antike wissenschaftliche Vorstellungen mit dem reformierten theologischen Denken in Einklang zu bringen. Letztlich dient für ihn das Studium der Natur dem besseren Verständnis und der Wertschätzung von Gottes Schöpfung; wissenschaftliches und mythisches Weltbild durchdringen sich.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Muensters_Metaphysik_Aufhang_Web.png"><img class="alignnone size-large wp-image-1475" alt="V3_Muensters_Metaphysik_Aufhang_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Muensters_Metaphysik_Aufhang_Web-1024x294.png" width="1024" height="294" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Muensters_Metaphysik_Aufhang_Web-1024x294.png 1024w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Muensters_Metaphysik_Aufhang_Web-290x83.png 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Muensters_Metaphysik_Aufhang_Web-300x86.png 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Muensters_Metaphysik_Aufhang_Web.png 1163w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
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		<title>Münsters Briefe und ihre Folgen</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 13:23:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einen grossen Teil des Wissens, das Münster in seiner Cosmographia gesammelt hat, erlangte er durch ein umfangreiches Netzwerk von europäischen Gelehrten, die ihm selbstverfasste Texte aber auch Bücher, Urkunden und dergleichen zur Verfügung stellten und ihm zu neuen Kontakten mit weiteren Gelehrten und Sponsoren verhalfen. Dieses Netzwerk verband Gelehrte verschiedener Städte und Universitäten und wurde durch viele Briefe aufrechterhalten. Gemäss seinen eigenen Angaben verschickte Münster, während er an der Cosmographia arbeitete, täglich zwischen vier und sechs Briefe. In seinen Briefen lud Münster den Empfänger jeweils dazu ein, die Grösse seines Herrschers zu rühmen und zu beschreiben, was den Reichtum und den Glanz der Region oder Stadt am besten darstelle. Bei den Informationen, die Münster auf diese Weise erlangte, kam es allerdings durchaus vor, dass der Verfasser eines solchen Textes beim Rühmen des eigenen Landes ein anderes schlecht darstellte, woraufhin sich der beleidigte Herrscher dann natürlich beschwerte, was im Übrigen auch die Popularität und Wirkung der Cosmographia unterstreicht. Ein Beispiel für solch eine Beschwerde findet sich im ausgestellten Brief Münsters an seinen Freund Matthias Erb.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Einen grossen Teil des Wissens, das Münster in seiner <em>Cosmographia</em> gesammelt hat, erlangte er durch ein umfangreiches Netzwerk von europäischen Gelehrten, die ihm selbstverfasste Texte aber auch Bücher, Urkunden und dergleichen zur Verfügung stellten und ihm zu neuen Kontakten mit weiteren Gelehrten und Sponsoren verhalfen. Dieses Netzwerk verband Gelehrte verschiedener Städte und Universitäten und wurde durch viele Briefe aufrechterhalten. Gemäss seinen eigenen Angaben verschickte Münster, während er an der <em>Cosmographia</em> arbeitete, täglich zwischen vier und sechs Briefe.</p>
<p>In seinen Briefen lud Münster den Empfänger jeweils dazu ein, die Grösse seines Herrschers zu rühmen und zu beschreiben, was den Reichtum und den Glanz der Region oder Stadt am besten darstelle. Bei den Informationen, die Münster auf diese Weise erlangte, kam es allerdings durchaus vor, dass der Verfasser eines solchen Textes beim Rühmen des eigenen Landes ein anderes schlecht darstellte, woraufhin sich der beleidigte Herrscher dann natürlich beschwerte, was im Übrigen auch die Popularität und Wirkung der <em>Cosmographia</em> unterstreicht. Ein Beispiel für solch eine Beschwerde findet sich im ausgestellten <a title="Münsters Briefe" href="http://paperlandscapes.unibas.ch/?p=1681">Brief Münsters</a> an seinen Freund Matthias Erb.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Aufhang_Briefe_Web.png"><img class="alignnone size-full wp-image-1705" alt="Aufhang_Briefe_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Aufhang_Briefe_Web.png" width="1119" height="298" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Aufhang_Briefe_Web.png 1119w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Aufhang_Briefe_Web-290x77.png 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Aufhang_Briefe_Web-300x79.png 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Aufhang_Briefe_Web-1024x272.png 1024w" sizes="(max-width: 1119px) 100vw, 1119px" /></a></p>
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		<title>Ein neues Weltbild entsteht</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 13:22:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Weltbild]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit den grossen Entdeckungsreisen im 15. und 16. Jahrhundert entstand ein neues Weltbild. Münster war fasziniert von dieser Ausdehnung des Horizonts, doch war er kein Entdecker und Eroberer, sondern humanistischer Gelehrter. Ohne die Welt selbst gesehen zu haben, zauberte er aus Quellen, Korrespondenzen und Mitteilungen eine Darstellung der Welt, die den neusten Wissensstand populär zusammenfassen und Erklärungen für die sichtbaren Phänomene liefern sollte. Die Humanisten des 16. Jahrhunderts sahen noch keinen Widerspruch zwischen der naturwissenschaftlichen Erklärung von Begebenheiten und den verschiedenen biblischen und mythischen Geschichten zur Weltentstehung. Ihr Ziel war es auch nicht, eine der Ansichten als die richtige hervorzuheben, sondern die Ideen miteinander zu vereinen. So diskutiert Münster etwa ausführlich die Theorien zur Erklärung des Salzgehaltes der Meere, um dann mit dem Hinweis auf Gottes Willen zu schliessen. Die Sintflut erscheint als Ursprung von Höhlen, Bergen, Tälern und Mooren, denn die Wassermassen formten nach der Auffassung von Münster die heutige Erdoberfläche. Damit wird ein ‚ätiologischer‘, den Ursprung der Dinge erklärender Mythos geschaffen; die Cosmographia wird zur Kosmogonie.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit den grossen Entdeckungsreisen im 15. und 16. Jahrhundert entstand ein neues Weltbild. Münster war fasziniert von dieser Ausdehnung des Horizonts, doch war er kein Entdecker und Eroberer, sondern humanistischer Gelehrter. Ohne die Welt selbst gesehen zu haben, zauberte er aus Quellen, Korrespondenzen und Mitteilungen eine Darstellung der Welt, die den neusten Wissensstand populär zusammenfassen und Erklärungen für die sichtbaren Phänomene liefern sollte. Die Humanisten des 16. Jahrhunderts sahen noch keinen Widerspruch zwischen der naturwissenschaftlichen Erklärung von Begebenheiten und den verschiedenen biblischen und mythischen Geschichten zur Weltentstehung. Ihr Ziel war es auch nicht, eine der Ansichten als die richtige hervorzuheben, sondern die Ideen miteinander zu vereinen. So diskutiert Münster etwa ausführlich die Theorien zur Erklärung des Salzgehaltes der Meere, um dann mit dem Hinweis auf Gottes Willen zu schliessen. Die Sintflut erscheint als Ursprung von Höhlen, Bergen, Tälern und Mooren, denn die Wassermassen formten nach der Auffassung von Münster die heutige Erdoberfläche. Damit wird ein ‚ätiologischer‘, den Ursprung der Dinge erklärender Mythos geschaffen; die Cosmographia wird zur Kosmogonie.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V4_NeuesWeltbild_Aufhang_Web.png"><img class="alignnone size-large wp-image-1476" alt="V4_NeuesWeltbild_Aufhang_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V4_NeuesWeltbild_Aufhang_Web-1024x273.png" width="1024" height="273" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V4_NeuesWeltbild_Aufhang_Web-1024x273.png 1024w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V4_NeuesWeltbild_Aufhang_Web-290x77.png 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V4_NeuesWeltbild_Aufhang_Web-300x80.png 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V4_NeuesWeltbild_Aufhang_Web.png 1122w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
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		<title>Klaudios Ptolemaios</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 09:09:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ptolemäus]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbild]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Grieche Klaudios Ptolemaios, meist latinisiert zu Ptolemäus, lebte im 2. Jahrhundert n. Chr. und wirkte als Bibliothekar der bedeutenden Bibliothek von Alexandria. Er war Mathematiker, Astronom und Philosoph und vertrat das nach ihm benannte ‚ptolemäische Weltbild‘, dem zufolge die Erde der Mittelpunkt des Universums ist, um den sich alle anderen Himmelskörper in kristallenen Sphären drehen. Obwohl sich dieses Weltbild mit der Durchsetzung des Heliozentrismus im 16. Jahrhundert als fehlerhaft erwies, setzte Ptolemäus neue Massstäbe in der Geographie. Nachdem sein Werk in Europa lange Zeit in Vergessenheit geraten war, löste die humanistische Wiederentdeckung der Geographia um 1400 einen neuen Entwicklungsschub in der Kartografie aus. Ptolemäus bot innovative mathematische Lösungen für die kartografische Projektion der Kugel auf die Fläche und führte Regeln in seine Disziplin ein wie das massstabgetreue Zeichnen von Karten mithilfe von Längen- und Breitengraden oder die konsequente Orientierung nach Norden. In der Cosmographia findet Ptolemäus Erwähnung als der ‚höchst und fürnemst Astronomus‘. Münster folgt seinen kartografischen Grundlegungen und widmet seiner Methodik ein ganzes Kapitel.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Grieche Klaudios Ptolemaios, meist latinisiert zu Ptolemäus, lebte im 2. Jahrhundert n. Chr. und wirkte als Bibliothekar der bedeutenden Bibliothek von Alexandria. Er war Mathematiker, Astronom und Philosoph und vertrat das nach ihm benannte ‚ptolemäische Weltbild‘, dem zufolge die Erde der Mittelpunkt des Universums ist, um den sich alle anderen Himmelskörper in kristallenen Sphären drehen. Obwohl sich dieses Weltbild mit der Durchsetzung des Heliozentrismus im 16. Jahrhundert als fehlerhaft erwies, setzte Ptolemäus neue Massstäbe in der Geographie. Nachdem sein Werk in Europa lange Zeit in Vergessenheit geraten war, löste die humanistische Wiederentdeckung der Geographia um 1400 einen neuen Entwicklungsschub in der Kartografie aus. Ptolemäus bot innovative mathematische Lösungen für die kartografische Projektion der Kugel auf die Fläche und führte Regeln in seine Disziplin ein wie das massstabgetreue Zeichnen von Karten mithilfe von Längen- und Breitengraden oder die konsequente Orientierung nach Norden. In der Cosmographia findet Ptolemäus Erwähnung als der ‚höchst und fürnemst Astronomus‘. Münster folgt seinen kartografischen Grundlegungen und widmet seiner Methodik ein ganzes Kapitel.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Klaudios_Ptolemaios_Aufhang_Web.png"><img class="alignnone size-large wp-image-1474" alt="V3_Klaudios_Ptolemaios_Aufhang_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Klaudios_Ptolemaios_Aufhang_Web-1024x293.png" width="1024" height="293" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Klaudios_Ptolemaios_Aufhang_Web-1024x293.png 1024w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Klaudios_Ptolemaios_Aufhang_Web-290x83.png 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Klaudios_Ptolemaios_Aufhang_Web-300x85.png 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Klaudios_Ptolemaios_Aufhang_Web.png 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
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		<title>Der fremde Norden</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Jun 2013 16:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Johanna S]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Fremde]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Mythen und Legenden]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbild]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Im Hafen Fahre ich zur See]]></category>
		<category><![CDATA[Norden]]></category>

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		<description><![CDATA[Ergänzungen zu Vitrine 11 in der Ausstellung &#8220;Im Hafen fahre ich zur See&#8221;. Alle Seitenangaben beziehen sich auf die Ausgabe von 1545, digitalisiert und zur Verfügung gestellt von der Universität Düsseldorf. Link: http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/193012 &#160; Beschreibung des Künigreichs Deñmarck, sampt andern mitnächtigen Künigreichen, Schweden, Gothen, Nortwegen etc. vnd was sich darin nach und nach verlauffen hat. (S. 716) &#160; So lautet der Untertitel zu Münsters viertem Buch der Cosmographia. Auf den nachfolgenden Seiten folgt eine Abhandlung der geschichtlichen und politischen Entwicklung Dänemarks; inklusive einer Aufzählung der Könige, aussenpolitischen Spannungen und Beziehungen sowie eines Berichts, wie Dänemark christianisiert wurde. Die ganze Abhandlung über Dänemark erstreckt sich über stolze 23 Seiten. Anschliessend folgen ähnliche, jedoch klar kürzere Abhandlungen über Norwegen (gerade mal eine Seite) und Schweden (immerhin knapp vier Seiten). Bei der Abhandlung von Finnland (ca. zwei Seiten) wird ein besonderes Augenmerk auf die finnische Sprache gelegt. Illustriert wird dies unter anderem durch die Übersetzung des Vater Unsers auf Finnisch (S. 744/5). &#160; &#160; Island, Lappland und Grönland bilden den Abschluss des Überblicks über die nordischen („mitnächtlichen“) Länder. Zusammen umfassen sie gerade mal zweieinhalb Seiten und der Fokus ist bei diesen Ländern klar auf dem Fremden und der Wildheit der Natur und der Einwohner. Dass diese [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ergänzungen zu Vitrine 11 in der Ausstellung &#8220;Im Hafen fahre ich zur See&#8221;. Alle Seitenangaben beziehen sich auf die Ausgabe von 1545, digitalisiert und zur Verfügung gestellt von der Universität Düsseldorf. Link: <a href="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/193012" target="_blank">http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/titleinfo/193012</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;padding-left: 30px"><i>Beschreibung des Künigreichs Deñmarck, sampt andern mitnächtigen Künigreichen, Schweden, Gothen, Nortwegen etc. vnd was sich darin nach und nach verlauffen hat.</i> (S. 716)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So lautet der Untertitel zu Münsters viertem Buch der <i>Cosmographia.</i> Auf den nachfolgenden Seiten folgt eine Abhandlung der geschichtlichen und politischen Entwicklung Dänemarks; inklusive einer Aufzählung der Könige, aussenpolitischen Spannungen und Beziehungen sowie eines Berichts, wie Dänemark christianisiert wurde. Die ganze Abhandlung über Dänemark erstreckt sich über stolze 23 Seiten. Anschliessend folgen ähnliche, jedoch klar kürzere Abhandlungen über Norwegen (gerade mal eine Seite) und Schweden (immerhin knapp vier Seiten). Bei der Abhandlung von Finnland (ca. zwei Seiten) wird ein besonderes Augenmerk auf die finnische Sprache gelegt. Illustriert wird dies unter anderem durch die Übersetzung des Vater Unsers auf Finnisch (S. 744/5).</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_771" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/193774"><img class="size-medium wp-image-771" alt="Das Vater Unser in Finnisch" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.00-300x68.png" width="300" height="68" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.00-300x68.png 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.00-290x66.png 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.00.png 881w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Das Vater Unser in Finnisch</p></div>
<div id="attachment_772" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/content/pageview/193775"><img class="size-medium wp-image-772" alt="Vater Unser in Finnisch (forts.)" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.56-300x65.png" width="300" height="65" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.56-300x65.png 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.56-290x63.png 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Bildschirmfoto-2013-06-07-um-12.59.56.png 874w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p class="wp-caption-text">Vater Unser in Finnisch (forts.)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Island, Lappland und Grönland bilden den Abschluss des Überblicks über die nordischen („mitnächtlichen“) Länder. Zusammen umfassen sie gerade mal zweieinhalb Seiten und der Fokus ist bei diesen Ländern klar auf dem Fremden und der Wildheit der Natur und der Einwohner. Dass diese Länder an der Peripherie Europas unbekannt und „Fakten“ darüber eher spekulativer Natur sind, ist offensichtlich. Gerade bei der Beschreibung Lapplands tritt auch Münsters an Rassismus grenzender Eurozentrismus hervor:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="padding-left: 30px;text-align: center"><i>Dis land vnd seine ynwoner werden darumb Lappen genant, das es läppisch leüt seind, vnd nit durchaus witzig, ganz wild, vnd zum theil viehisch.</i> (S. 746.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie es auch in den anderen Himmelsrichtungen der Fall ist, gilt: Je weiter weg von Zentraleuropa das Land und die Leute sind, desto weniger ist bekannt und desto mehr ranken sich die Gerüchte und Spekulationen um diese fernen, fremden Gebiete.</p>
<p>Am eindrucksvollsten kommt das in der Beschreibung Grönlands zur Geltung. Obwohl so gut wie nichts darüber bekannt ist, so verfasste Münster doch immerhin einen Abschnitt dazu:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;padding-left: 30px"><i>Wie vor gemelt, dis land wirt also genent, das trefflich gut weid darin wechst, wie auch die käs vnd butter so mit grossem hauffen daraus gefürt werden, das anzeigen. Es seind zwen bischoffliche sitz darinn, die dem erzbischoff von Drontheim in Norwegiê gelegen vnd worffen seind. S volck in disem land ist gar wanckelmütig, vnnd ghat fast mitt zauberey vmb. Man meint das dis land sich von den Lappen ziehe biss zu den neüwen ins[len] die sich gegen mitnacht strecken. Weiter weisst man von disem land nichts zu sagen.</i> (S. 747)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kurzanalyse zu: Susanna Burghartz, Aneignungen des Fremden: Staunen, Stereotype und Zirkulation um 1600</title>
		<link>https://paperlandscapes.unibas.ch/?p=214</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Dec 2012 20:37:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Nico]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Fremde]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbild]]></category>

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		<description><![CDATA[Susanna Burghartz, „Aneignung des Fremden: Staunen, Stereotype und Zirkulation um 1600“, erschienen im Sammelband: Huwiler, Elke; Wachter, Nicole (Hg.): Integrationen des Widerläufigen, Münster 2004, 109-137. Der Text von Susanna Burghartz befasst sich in erster Linie mit dem Umgang mit neuen Wissensinhalten, die auf den Entdeckungsreisen ab dem 15. Jahrhundert in Amerika in Erfahrung gebracht und an das in Europa vorherrschende „Relevanzsystem“ sowie an die Darstellungskonventionen angepasst wurden. Die Autorin hält in diesem Zusammenhang fest, dass die Aneignung dieser fremden Inhalte Teil eines langwierigen Prozesses gewesen sei, bei welchem sich auch bereits Bekanntes in seiner Wissensstruktur verändert habe. Kolumbus, der sich zu Lebzeiten sicher war, einen neuen Seeweg nach Indien gefunden zu haben, war so beispielsweise Teil dieses langwierigen Prozesses, in welchem die neu gefundenen Länder sich erst mit der Zeit als neuer Kontinent zu erkennen gaben. Den Zuhausegebliebenen wurden diese neuen Wissensinhalte v.a. anhand von Bildern und Metaphern näher gebracht, die dem „imaginären Archiv der Herkunftskultur“ entsprachen, womit Unbekanntes zu Vertrautem wurde und Stereotypen fixiert wurden. Darstellungen von Kannibalen, Kopf- und Brustfüsslern, Meerwundern oder sagenhaften Goldländern haben so zum festen Repertoire des europäischen Imaginären gehört. Gleichzeitig sei  damit die bedrohliche Wirkung des Fremden fixiert worden, womit Angstproduktion und Angstabwehr zusammenfielen. Weitere Vergleichspunkte, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>Susanna Burghartz, „Aneignung des Fremden: Staunen, Stereotype und Zirkulation um 1600“, erschienen im Sammelband: Huwiler, Elke; Wachter, Nicole (Hg.): Integrationen des Widerläufigen, Münster 2004, 109-137.</b></p>
<p>Der Text von Susanna Burghartz befasst sich in erster Linie mit dem Umgang mit neuen Wissensinhalten, die auf den Entdeckungsreisen ab dem 15. Jahrhundert in Amerika in Erfahrung gebracht und an das in Europa vorherrschende „Relevanzsystem“ sowie an die Darstellungskonventionen angepasst wurden. Die Autorin hält in diesem Zusammenhang fest, dass die Aneignung dieser fremden Inhalte Teil eines langwierigen Prozesses gewesen sei, bei welchem sich auch bereits Bekanntes in seiner Wissensstruktur verändert habe. Kolumbus, der sich zu Lebzeiten sicher war, einen neuen Seeweg nach Indien gefunden zu haben, war so beispielsweise Teil dieses langwierigen Prozesses, in welchem die neu gefundenen Länder sich erst mit der Zeit als neuer Kontinent zu erkennen gaben.</p>
<p>Den Zuhausegebliebenen wurden diese neuen Wissensinhalte v.a. anhand von Bildern und Metaphern näher gebracht, die dem „imaginären Archiv der Herkunftskultur“ entsprachen, womit Unbekanntes zu Vertrautem wurde und Stereotypen fixiert wurden. Darstellungen von Kannibalen, Kopf- und Brustfüsslern, Meerwundern oder sagenhaften Goldländern haben so zum festen Repertoire des europäischen Imaginären gehört. Gleichzeitig sei  damit die bedrohliche Wirkung des Fremden fixiert worden, womit Angstproduktion und Angstabwehr zusammenfielen. Weitere Vergleichspunkte, anhand denen eigene und fremde Kultur gegenübergestellt wurden, waren beispielsweise die Nahrung in der Fremde, die Religion oder der Grad der Nacktheit, der eine Aussage darüber machte, welche Kultur als wie zivilisiert angesehen wurde.</p>
<p>Für den kolonialen Diskurs seien stets Ambivalenzen zu erkennen gewesen, womit sich Einschluss und Ausschluss, Bezugnahme und Entgegensetzung, Bewunderung und Verachtung, Angst und Gefühle der Überlegenheit gegenübergestanden hätten. Auch das Verhältnis zwischen Staunen und Verwunderung sei ambivalent gewesen, allerdings ohne definitive Festschreibung, ob das Gesehene als positiv oder als negativ zu bewerten sei. Dieser koloniale Diskurs sei in Europa von grösster Beliebtheit gewesen, was man ab dem ersten Reisebericht von Kolumbus anhand der Produktion der<i> Americana</i>, den Schriften und Büchern über die Neue Welt, feststellen könne, seien diesem doch unzählige weitere Berichte zum Thema in den folgenden Jahrhunderten gefolgt.</p>
<p>Zum Abschluss befasst sich der Beitrag von Susanna Burghartz mit der Aneignung als Prozess und nennt Beispiele für die Mikromechanik des Zirkulierens, auf welche hier nicht eingegangen werden soll.</p>
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<p>Die Pdf-Version des Aufsatzes ist auf <a title="www.burghartz.ch" href="http://www.burghartz.ch/deutsch/publikationen/aufsaetze-in-sammelbaenden/index.html"><strong>www.burghartz.ch</strong></a> online abrufbar.</p>
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