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	<title>Admin</title>
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	<description>Im Hafen fahre ich zur See – Sebastian Münster und die Welt</description>
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		<title>Entdeckung von Ultima Thule 2008</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jun 2013 16:36:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[‚Du spinnst!‘, sagte NDR Moderator Peter von Sassen als ihn der Geophysiker Ken Zerbst anrief und erklärte, erneut nach der nördlichsten Landmarke der Welt suchen zu wollen. Bereits 2007 hatte ein Team des Nordseereports den US-Amerikaner auf der Jagd nach dem nördlichsten Flecken Erde begleitet. Damals war die Expedition mit ihrem Eisbrecher im arktischen Packeis steckengeblieben und musste schliesslich umkehren. Fantastische Filmaufnahmen und die Erinnerung an bewegende Augenblicke, aber kein neuer geographischer Rekord waren das Ergebnis der abenteuerlichen Reise. Jetzt wollte es Ken Zerbst erneut versuchen. Trotz Bedenken hinsichtlich des Erfolgs der Expedition wollte von Sassen den US-Amerikaner bei seinem Abenteuer unbedingt begleiten und aus dieser gewaltigen und doch so zerbrechlichen Region der Welt berichten. Von Spitzbergen flog das Team zunächst nach Peary Land im Norden Grönlands, um dort am Kap Morris Jesup ein Basislager aufzuschlagen. Neben Ken Zerbst und Peter von Sassen gehörten das amerikanische Abenteurer-Ehepaar Heinz und Lindy Fischer, ihr Landsmann, der Bergsteiger Brian Beatty, sowie das NDR Kamerateam zur Expedition, die im Juli 2008 unter dem Namen ‚2008 Ultima Thule‘ aufbrach, um das nördlichste feste Land der Erde zu suchen. Was ein Abenteuer werden sollte, endete diesmal als kleine Sensation&#8230; NDR – ‚Nordseereport spezial‘, 27.12.2008 NDR Media [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>‚Du spinnst!‘, sagte NDR Moderator Peter von Sassen als ihn der Geophysiker Ken Zerbst anrief und erklärte, erneut nach der nördlichsten Landmarke der Welt suchen zu wollen. Bereits 2007 hatte ein Team des Nordseereports den US-Amerikaner auf der Jagd nach dem nördlichsten Flecken Erde begleitet. Damals war die Expedition mit ihrem Eisbrecher im arktischen Packeis steckengeblieben und musste schliesslich umkehren. Fantastische Filmaufnahmen und die Erinnerung an bewegende Augenblicke, aber kein neuer geographischer Rekord waren das Ergebnis der abenteuerlichen Reise. Jetzt wollte es Ken Zerbst erneut versuchen. Trotz Bedenken hinsichtlich des Erfolgs der Expedition wollte von Sassen den US-Amerikaner bei seinem Abenteuer unbedingt begleiten und aus dieser gewaltigen und doch so zerbrechlichen Region der Welt berichten. Von Spitzbergen flog das Team zunächst nach Peary Land im Norden Grönlands, um dort am Kap Morris Jesup ein Basislager aufzuschlagen. Neben Ken Zerbst und Peter von Sassen gehörten das amerikanische Abenteurer-Ehepaar Heinz und Lindy Fischer, ihr Landsmann, der Bergsteiger Brian Beatty, sowie das NDR Kamerateam zur Expedition, die im Juli 2008 unter dem Namen ‚2008 Ultima Thule‘ aufbrach, um das nördlichste feste Land der Erde zu suchen. Was ein Abenteuer werden sollte, endete diesmal als kleine Sensation&#8230;</p>
<p>NDR – ‚Nordseereport spezial‘, 27.12.2008<br />
NDR Media GmbH<br />
Produktionsleitung: Thomas Kay<br />
Redaktion: Peter von Sassen<br />
Leitung: Marlies Fertmann</p>
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		<title>‚Tier-Menschen‘</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 13:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Asien]]></category>

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		<description><![CDATA[In seinen Beschreibungen über die indische Bergbevölkerung bezieht sich Sebastian Münster auf Schilderungen der antiken Gelehrten Plinius, Solinus und Megasthenes. Letztere wissen zu berichten, ‚dass in Indianischen Bergen menschen seind die haben hundsköpff und mäuler wie die hund / und darumb können sie nit reden sunder heülen und bellen wie die hund. [&#8230;] Andere menschen sollen auch darin sein / die werde mit einem aug geboren. Etliche habe kein köpff / sunder ir antlitz stat in der brust. Darnach seind andere die habe nit mere dan ein fuss / mit dem hupffen sie so schnell das inen kein zwey füssiger mag zulauffen‘. Zudem wird erläutert, wie einfüssige Menschen ihren grossen Fuss bei Bedarf auch als Sonnenschirm verwenden. Unter Bezug auf Plinius werden zudem am Ganges lebende Menschen erwähnt, die wegen eines fehlenden Mundes weder essen noch trinken könnten. Cosmographia, 1544, S. dcxxviii Universitätsbibliothek Basel, EU I 55]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In seinen Beschreibungen über die indische Bergbevölkerung bezieht sich Sebastian Münster auf Schilderungen der antiken Gelehrten Plinius, Solinus und Megasthenes. Letztere wissen zu berichten, ‚dass in Indianischen Bergen menschen seind die haben hundsköpff und mäuler wie die hund / und darumb können sie nit reden sunder heülen und bellen wie die hund. [&#8230;] Andere menschen sollen auch darin sein / die werde mit einem aug geboren. Etliche habe kein köpff / sunder ir antlitz stat in der brust. Darnach seind andere die habe nit mere dan ein fuss / mit dem hupffen sie so schnell das inen kein zwey füssiger mag zulauffen‘. Zudem wird erläutert, wie einfüssige Menschen ihren grossen Fuss bei Bedarf auch als Sonnenschirm verwenden. Unter Bezug auf Plinius werden zudem am Ganges lebende Menschen erwähnt, die wegen eines fehlenden Mundes weder essen noch trinken könnten.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V12Bild_Mensch_Tier_Web.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1215" alt="V12Bild_Mensch_Tier_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V12Bild_Mensch_Tier_Web-300x214.jpg" width="300" height="214" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V12Bild_Mensch_Tier_Web-300x214.jpg 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V12Bild_Mensch_Tier_Web-290x207.jpg 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V12Bild_Mensch_Tier_Web.jpg 591w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p><em>Cosmographia</em>, 1544, S. dcxxviii</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Menschen</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 13:29:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Betrachtung und Beschreibung der unterschiedlichen Volksstämme Afrikas bezieht sich Münster vor allem auf deren Andersartigkeit im Vergleich zu den Europäern, wobei er seine Informationen ausschliesslich aus anderen Büchern gewinnt. Genaue Beobachtungen und fundierte Informationen zu Brauchtümern und Riten der Menschen in Afrika finden sich daher nicht in der Cosmographia. Vielmehr stellt dieses Kapitel eine Aneinanderreihung von Bruchstücken dar, wie etwa das folgende Zitat deutlich macht: ‚Hier gehen die Leute nackend, bis sie die Ehe schliessen, dann bekleiden sie sich, von der Hüfte bis zu den Knien. Ihr Brot wird aus einer Wurzel bereitet, die sie Inamia nennen, und es soll besser sein als unser Brot, wenn es richtig zubereitet wird. Der König hat 600 Weiber, die Edelleute haben 60 oder 70 Weiber, der geringste 10 oder 12. Sie bieten ihre Weiber den Fremden an. Der König behält seine Töchter, wenn sie erwachsen sind, als Ehefrauen, und die Königin gebraucht ihre Söhne ebenso zur Blutschande. Sie malen ihre Leiber rot. Sie lassen sich zwar beschneiden und pflegen etliche andere mohammedanische Zeremonien, sind aber Heiden.‘ Cosmographia, 1544, 6. Buch Universitätsbibliothek Basel, EU I 55]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13b_Mensch_Web.jpg"><img class="size-medium wp-image-1077 alignleft" alt="V13b_Mensch_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13b_Mensch_Web-217x300.jpg" width="217" height="300" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13b_Mensch_Web-217x300.jpg 217w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13b_Mensch_Web-210x290.jpg 210w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V13b_Mensch_Web.jpg 290w" sizes="(max-width: 217px) 100vw, 217px" /></a></p>
<p>Bei der Betrachtung und Beschreibung der unterschiedlichen Volksstämme Afrikas bezieht sich Münster vor allem auf deren Andersartigkeit im Vergleich zu den Europäern, wobei er seine Informationen ausschliesslich aus anderen Büchern gewinnt. Genaue Beobachtungen und fundierte Informationen zu Brauchtümern und Riten der Menschen in Afrika finden sich daher nicht in der <em>Cosmographia</em>. Vielmehr stellt dieses Kapitel eine Aneinanderreihung von Bruchstücken dar, wie etwa das folgende Zitat deutlich macht: ‚Hier gehen die Leute nackend, bis sie die Ehe schliessen, dann bekleiden sie sich, von der Hüfte bis zu den Knien. Ihr Brot wird aus einer Wurzel bereitet, die sie Inamia nennen, und es soll besser sein als unser Brot, wenn es richtig zubereitet wird. Der König hat 600 Weiber, die Edelleute haben 60 oder 70 Weiber, der geringste 10 oder 12. Sie bieten ihre Weiber den Fremden an. Der König behält seine Töchter, wenn sie erwachsen sind, als Ehefrauen, und die Königin gebraucht ihre Söhne ebenso zur Blutschande. Sie malen ihre Leiber rot. Sie lassen sich zwar beschneiden und pflegen etliche andere mohammedanische Zeremonien, sind aber Heiden.‘</p>
<p><em>Cosmographia</em>, 1544, 6. Buch</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, EU I 55</p>
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		<title>Frankreichkarte von Oronce Finé, Nova totius Galliae descriptio</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 13:29:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Innovative Kartografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Darstellung Frankreichs ist ein Unikat und ist in der Ausstellung zu sehen. Gedruckt 1538 in Paris von Heirosme de Gourmont nach einem Holzschnitt von 1525, im Massstab 1: 1 800 000 und genordet, diente sie Münster als Vorbild für die Frankreichkarte in seiner Ausgabe der Geographie des Ptolemäus von 1540 und war generell wegweisend für die kartografische Darstellung Frankreichs. Oronce Finé war ein Zeitgenosse Münsters, Mathematiker und Pionier der Kartografie, der mit seiner Weltkarte auch Gerhard Mercator beeinflusste. Universitätsbibliothek Basel, Kartensammlung AA 123]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Darstellung Frankreichs ist ein Unikat und ist in der Ausstellung zu sehen. Gedruckt 1538 in Paris von Heirosme de Gourmont nach einem Holzschnitt von 1525, im Massstab 1: 1 800 000 und genordet, diente sie Münster als Vorbild für die Frankreichkarte in seiner Ausgabe der Geographie des Ptolemäus von 1540 und war generell wegweisend für die kartografische Darstellung Frankreichs. Oronce Finé war ein Zeitgenosse Münsters, Mathematiker und Pionier der Kartografie, der mit seiner Weltkarte auch Gerhard Mercator beeinflusste.</p>
<p>Universitätsbibliothek Basel, Kartensammlung AA 123</p>
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		<title>Münsters Metaphysik</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 13:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Weltbild]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Geschichte der wissenschaftlichen Geographie reicht bis in die griechische Antike zurück. In das abendländische Mittelalter fand das antike Wissen jedoch nur teilweise Eingang und wurde in einen religiös gedeuteten kosmologischen Zusammenhang gestellt. Der Kirche wurde es zur Aufgabe, die Beobachtung der Welt mit der heiligen Schrift in Einklang zu bringen. So hatten geographische Informationen aus der Bibel und deren Aussagen bezüglich des Weltalters und der Positionsbestimmungen bestimmter Orte unbedingte Autorität, was sich aber mit Humanismus und Reformation grundlegend änderte. In seiner Cosmographia kann Münster in der Tradition des Thomas von Aquin gesehen werden, der im 13. Jahrhundert den Gegensatz zwischen der an Vernunft und Wissenschaft orientierten Antike und dem christlichen Glauben aufzulösen suchte. Auch Münster bemüht sich, antike wissenschaftliche Vorstellungen mit dem reformierten theologischen Denken in Einklang zu bringen. Letztlich dient für ihn das Studium der Natur dem besseren Verständnis und der Wertschätzung von Gottes Schöpfung; wissenschaftliches und mythisches Weltbild durchdringen sich.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte der wissenschaftlichen Geographie reicht bis in die griechische Antike zurück. In das abendländische Mittelalter fand das antike Wissen jedoch nur teilweise Eingang und wurde in einen religiös gedeuteten kosmologischen Zusammenhang gestellt. Der Kirche wurde es zur Aufgabe, die Beobachtung der Welt mit der heiligen Schrift in Einklang zu bringen. So hatten geographische Informationen aus der Bibel und deren Aussagen bezüglich des Weltalters und der Positionsbestimmungen bestimmter Orte unbedingte Autorität, was sich aber mit Humanismus und Reformation grundlegend änderte. In seiner Cosmographia kann Münster in der Tradition des Thomas von Aquin gesehen werden, der im 13. Jahrhundert den Gegensatz zwischen der an Vernunft und Wissenschaft orientierten Antike und dem christlichen Glauben aufzulösen suchte. Auch Münster bemüht sich, antike wissenschaftliche Vorstellungen mit dem reformierten theologischen Denken in Einklang zu bringen. Letztlich dient für ihn das Studium der Natur dem besseren Verständnis und der Wertschätzung von Gottes Schöpfung; wissenschaftliches und mythisches Weltbild durchdringen sich.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Muensters_Metaphysik_Aufhang_Web.png"><img class="alignnone size-large wp-image-1475" alt="V3_Muensters_Metaphysik_Aufhang_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Muensters_Metaphysik_Aufhang_Web-1024x294.png" width="1024" height="294" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Muensters_Metaphysik_Aufhang_Web-1024x294.png 1024w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Muensters_Metaphysik_Aufhang_Web-290x83.png 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Muensters_Metaphysik_Aufhang_Web-300x86.png 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Muensters_Metaphysik_Aufhang_Web.png 1163w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
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		<title>Das Rauracher Land samt der Stadt Basel nach geografischer Art beschrieben von Sebastian Münster</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 13:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtansichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist der erste gedruckte Stadtplan einer Schweizer Stadt. Münster entwarf die Karte 1538; sie ist nach Süden ausgerichtet und in zwei Bereiche unterteilt. Im linken Teil ist die Oberrheinregion zu sehen, mit diversen regionalen Bezeichnungen wie Aargau, Sundgau, Breisgau, oberes Elsass oder Schwarzwald. Mit der Benennung ‚Rauracher Land‘ bezieht sich Münster auf die keltischen Wurzeln der Region. Im Zentrum der Oberrheinregion befindet sich die Stadt Basel, die 1501 der Eidgenossenschaft beigetreten war. Die Druckplatte wurde oft verwendet, u.a. 1580 in der bei Petri gedruckten Basler Chronik des Christian Wurstisen. Im Vogelschauplan der Stadt sind Gross- und Kleinbasel als Stadtteile besonders gekennzeichnet. Wichtige Plätze, Kirchen oder grosse Gebäude erhielten eine Beschriftung, und auch hier dominiert der Rhein. Überdimensioniert dargestellt sind die Schiffe auf dem Rhein, die Verteidigungsanlagen der Stadtmauer und die Schiessstand-Anlage auf der Schützenmatte. Holzschnitt koloriert, Massstäbe ca. 1:230 000 / 1:5 000; 1580? Universitätsbibliothek Basel, Kartenslg Schw MI 3 Der Stadtplan kann in der Ausstellung besichtigt werden.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist der erste gedruckte Stadtplan einer Schweizer Stadt. Münster entwarf die Karte 1538; sie ist nach Süden ausgerichtet und in zwei Bereiche unterteilt. Im linken Teil ist die Oberrheinregion zu sehen, mit diversen regionalen Bezeichnungen wie Aargau, Sundgau, Breisgau, oberes Elsass oder Schwarzwald. Mit der Benennung ‚Rauracher Land‘ bezieht sich Münster auf die keltischen Wurzeln der Region. Im Zentrum der Oberrheinregion befindet sich die Stadt Basel, die 1501 der Eidgenossenschaft beigetreten war. Die Druckplatte wurde oft verwendet, u.a. 1580 in der bei Petri gedruckten Basler Chronik des Christian Wurstisen.</p>
<p>Im Vogelschauplan der Stadt sind Gross- und Kleinbasel als Stadtteile besonders gekennzeichnet. Wichtige Plätze, Kirchen oder grosse Gebäude erhielten eine Beschriftung, und auch hier dominiert der Rhein. Überdimensioniert dargestellt sind die Schiffe auf dem Rhein, die Verteidigungsanlagen der Stadtmauer und die Schiessstand-Anlage auf der Schützenmatte.</p>
<p>Holzschnitt koloriert,<br />
Massstäbe ca. 1:230 000 / 1:5 000; 1580?<br />
Universitätsbibliothek Basel, Kartenslg Schw MI 3</p>
<p>Der Stadtplan kann in der Ausstellung besichtigt werden.</p>
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		<title>Münsters Briefe und ihre Folgen</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 13:23:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Weltbild]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen grossen Teil des Wissens, das Münster in seiner Cosmographia gesammelt hat, erlangte er durch ein umfangreiches Netzwerk von europäischen Gelehrten, die ihm selbstverfasste Texte aber auch Bücher, Urkunden und dergleichen zur Verfügung stellten und ihm zu neuen Kontakten mit weiteren Gelehrten und Sponsoren verhalfen. Dieses Netzwerk verband Gelehrte verschiedener Städte und Universitäten und wurde durch viele Briefe aufrechterhalten. Gemäss seinen eigenen Angaben verschickte Münster, während er an der Cosmographia arbeitete, täglich zwischen vier und sechs Briefe. In seinen Briefen lud Münster den Empfänger jeweils dazu ein, die Grösse seines Herrschers zu rühmen und zu beschreiben, was den Reichtum und den Glanz der Region oder Stadt am besten darstelle. Bei den Informationen, die Münster auf diese Weise erlangte, kam es allerdings durchaus vor, dass der Verfasser eines solchen Textes beim Rühmen des eigenen Landes ein anderes schlecht darstellte, woraufhin sich der beleidigte Herrscher dann natürlich beschwerte, was im Übrigen auch die Popularität und Wirkung der Cosmographia unterstreicht. Ein Beispiel für solch eine Beschwerde findet sich im ausgestellten Brief Münsters an seinen Freund Matthias Erb.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Einen grossen Teil des Wissens, das Münster in seiner <em>Cosmographia</em> gesammelt hat, erlangte er durch ein umfangreiches Netzwerk von europäischen Gelehrten, die ihm selbstverfasste Texte aber auch Bücher, Urkunden und dergleichen zur Verfügung stellten und ihm zu neuen Kontakten mit weiteren Gelehrten und Sponsoren verhalfen. Dieses Netzwerk verband Gelehrte verschiedener Städte und Universitäten und wurde durch viele Briefe aufrechterhalten. Gemäss seinen eigenen Angaben verschickte Münster, während er an der <em>Cosmographia</em> arbeitete, täglich zwischen vier und sechs Briefe.</p>
<p>In seinen Briefen lud Münster den Empfänger jeweils dazu ein, die Grösse seines Herrschers zu rühmen und zu beschreiben, was den Reichtum und den Glanz der Region oder Stadt am besten darstelle. Bei den Informationen, die Münster auf diese Weise erlangte, kam es allerdings durchaus vor, dass der Verfasser eines solchen Textes beim Rühmen des eigenen Landes ein anderes schlecht darstellte, woraufhin sich der beleidigte Herrscher dann natürlich beschwerte, was im Übrigen auch die Popularität und Wirkung der <em>Cosmographia</em> unterstreicht. Ein Beispiel für solch eine Beschwerde findet sich im ausgestellten <a title="Münsters Briefe" href="http://paperlandscapes.unibas.ch/?p=1681">Brief Münsters</a> an seinen Freund Matthias Erb.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Aufhang_Briefe_Web.png"><img class="alignnone size-full wp-image-1705" alt="Aufhang_Briefe_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Aufhang_Briefe_Web.png" width="1119" height="298" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Aufhang_Briefe_Web.png 1119w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Aufhang_Briefe_Web-290x77.png 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Aufhang_Briefe_Web-300x79.png 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/Aufhang_Briefe_Web-1024x272.png 1024w" sizes="(max-width: 1119px) 100vw, 1119px" /></a></p>
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		<title>Ein neues Weltbild entsteht</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 13:22:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Weltbild]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit den grossen Entdeckungsreisen im 15. und 16. Jahrhundert entstand ein neues Weltbild. Münster war fasziniert von dieser Ausdehnung des Horizonts, doch war er kein Entdecker und Eroberer, sondern humanistischer Gelehrter. Ohne die Welt selbst gesehen zu haben, zauberte er aus Quellen, Korrespondenzen und Mitteilungen eine Darstellung der Welt, die den neusten Wissensstand populär zusammenfassen und Erklärungen für die sichtbaren Phänomene liefern sollte. Die Humanisten des 16. Jahrhunderts sahen noch keinen Widerspruch zwischen der naturwissenschaftlichen Erklärung von Begebenheiten und den verschiedenen biblischen und mythischen Geschichten zur Weltentstehung. Ihr Ziel war es auch nicht, eine der Ansichten als die richtige hervorzuheben, sondern die Ideen miteinander zu vereinen. So diskutiert Münster etwa ausführlich die Theorien zur Erklärung des Salzgehaltes der Meere, um dann mit dem Hinweis auf Gottes Willen zu schliessen. Die Sintflut erscheint als Ursprung von Höhlen, Bergen, Tälern und Mooren, denn die Wassermassen formten nach der Auffassung von Münster die heutige Erdoberfläche. Damit wird ein ‚ätiologischer‘, den Ursprung der Dinge erklärender Mythos geschaffen; die Cosmographia wird zur Kosmogonie.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit den grossen Entdeckungsreisen im 15. und 16. Jahrhundert entstand ein neues Weltbild. Münster war fasziniert von dieser Ausdehnung des Horizonts, doch war er kein Entdecker und Eroberer, sondern humanistischer Gelehrter. Ohne die Welt selbst gesehen zu haben, zauberte er aus Quellen, Korrespondenzen und Mitteilungen eine Darstellung der Welt, die den neusten Wissensstand populär zusammenfassen und Erklärungen für die sichtbaren Phänomene liefern sollte. Die Humanisten des 16. Jahrhunderts sahen noch keinen Widerspruch zwischen der naturwissenschaftlichen Erklärung von Begebenheiten und den verschiedenen biblischen und mythischen Geschichten zur Weltentstehung. Ihr Ziel war es auch nicht, eine der Ansichten als die richtige hervorzuheben, sondern die Ideen miteinander zu vereinen. So diskutiert Münster etwa ausführlich die Theorien zur Erklärung des Salzgehaltes der Meere, um dann mit dem Hinweis auf Gottes Willen zu schliessen. Die Sintflut erscheint als Ursprung von Höhlen, Bergen, Tälern und Mooren, denn die Wassermassen formten nach der Auffassung von Münster die heutige Erdoberfläche. Damit wird ein ‚ätiologischer‘, den Ursprung der Dinge erklärender Mythos geschaffen; die Cosmographia wird zur Kosmogonie.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V4_NeuesWeltbild_Aufhang_Web.png"><img class="alignnone size-large wp-image-1476" alt="V4_NeuesWeltbild_Aufhang_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V4_NeuesWeltbild_Aufhang_Web-1024x273.png" width="1024" height="273" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V4_NeuesWeltbild_Aufhang_Web-1024x273.png 1024w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V4_NeuesWeltbild_Aufhang_Web-290x77.png 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V4_NeuesWeltbild_Aufhang_Web-300x80.png 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V4_NeuesWeltbild_Aufhang_Web.png 1122w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
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		<title>Thule – Das nördliche Ende der Welt</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 13:19:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Mythisches Reich Thule]]></category>

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		<description><![CDATA[Thule – Das nördliche Ende der Welt &#160; Die Insel Thule (teilweise auch „Tile“ genannt) bezeichnet das nördliche Ende der Welt und beschäftigt die Forschung schon seit Jahrhunderten. Martin Ninck bemerkt hierzu treffend: „Über wenig Orte der Erde ist aber auch wohl mehr gestritten worden wie über diese Insel.“[1] Bereits 330 v. Chr. unternahm der griechische Seefahrer Pytheas eine Erkundungsreise in die nördlichen Gefilde des Atlantiks und bezeichnete den nördlichsten Punkt seiner Reise als Thule. Leider existiert kein originaler Reisebericht der Expedition des Pytheas. Durch intensive Forschung und Sichtung antiker Literatur lässt sich jedoch die Insel Thule des Pytheas mit der norwegischen Insel Smøla, resp. mit der Inselgruppe Smøla, Hitra und Frøya am Fjord von Trondheim in Verbindung bringen. Bekannte Geographen wie Strabon[2], Eratosthenes[3] und auch Ptolemäus[4] befassten sich mit den Schilderungen von Pytheas und versuchten die genaue Lage von Thule zu ermitteln. Die genannten Gelehrten verwendeten für ihre Studien jedoch verschiedene Messmethoden, Koordinaten- und Entfernungsangaben. Mittels aufwendigen Umrechnungsmethoden und Berechnungen kann aufgezeigt werden, dass es sich bei Pytheasʹ Thule mit grosser Wahrscheinlichkeit um die Insel Smøla handelt. Aber nicht nur die Berechnungen stützen diese Erkenntnis, sondern auch bronze- und eisenzeitliche Funde auf Smøla, die auf eine sehr frühe Besiedelung [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>Thule – Das nördliche Ende der Welt</b></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Insel Thule (teilweise auch „Tile“ genannt) bezeichnet das nördliche Ende der Welt und beschäftigt die Forschung schon seit Jahrhunderten. Martin Ninck bemerkt hierzu treffend:</p>
<p>„Über wenig Orte der Erde ist aber auch wohl mehr gestritten worden wie über diese Insel.“<a title="" href="#_ftn1">[1]</a></p>
<p>Bereits 330 v. Chr. unternahm der griechische Seefahrer Pytheas eine Erkundungsreise in die nördlichen Gefilde des Atlantiks und bezeichnete den nördlichsten Punkt seiner Reise als Thule. Leider existiert kein originaler Reisebericht der Expedition des Pytheas. Durch intensive Forschung und Sichtung antiker Literatur lässt sich jedoch die Insel Thule des Pytheas mit der norwegischen Insel Smøla, resp. mit der Inselgruppe Smøla, Hitra und Frøya am Fjord von Trondheim in Verbindung bringen. Bekannte Geographen wie Strabon<a title="" href="#_ftn2">[2]</a>, Eratosthenes<a title="" href="#_ftn3">[3]</a> und auch Ptolemäus<a title="" href="#_ftn4">[4]</a> befassten sich mit den Schilderungen von Pytheas und versuchten die genaue Lage von Thule zu ermitteln. Die genannten Gelehrten verwendeten für ihre Studien jedoch verschiedene Messmethoden, Koordinaten- und Entfernungsangaben. Mittels aufwendigen Umrechnungsmethoden und Berechnungen kann aufgezeigt werden, dass es sich bei Pytheasʹ Thule mit grosser Wahrscheinlichkeit um die Insel Smøla handelt.</p>
<p>Aber nicht nur die Berechnungen stützen diese Erkenntnis, sondern auch bronze- und eisenzeitliche Funde auf Smøla, die auf eine sehr frühe Besiedelung der Insel hindeuten. Es ist auch nicht auszuschliessen, dass die gesamte Bucht rund um Trondheim Thule genannt wurde. Wie so oft in der Geschichte hatte die Reise des Pytheas einen rein wirtschaftlichen Zweck. Bereits damals war die Trondheimer Bucht ein florierender Handelsplatz. So war es das wirtschaftliche Interesse, welches Pytheas nach Thule führte und im Anschluss daran an die Deutsche Bucht, wo zur damaligen Zeit der begehrte Bernstein gefunden wurde.</p>
<p>Es ist nicht geklärt, ob Pytheas zu Beginn seiner Reise in Marseille schon Kenntnis von Thule hatte. Im Zeugnis des Geminos<a title="" href="#_ftn5">[5]</a> ist das einzige Originalzitat aus dem Werk von Pytheas erhalten. Aus diesem geht hervor, dass Pytheas sich mit den Einwohnern von Thule verständigen konnte. Dies lässt wiederum auf die Anwesenheit von Dolmetschern schliessen, und somit liegt die Vermutung einer bereits bestehenden Verbindung nahe.</p>
<p>Pytheas war Geograph und dementsprechend daran interessiert zu erfahren, was sich weiter nördlich von Thule noch befindet. Er wird mit Sicherheit auch darauf hingewiesen worden sein, dass sich das Land in Richtung Norden noch weiter erstreckt. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass Pytheas selber nie bis in die Region des Polarkreises vorgedrungen ist. Die Frage, ob Pytheas unter Thule nur die Insel Smøla, die ganze Region um die Trondheimer Bucht oder aber ganz Norwegen bzw. Skandinavien verstanden hat, lässt sich nicht abschliessend klären. Ebenfalls nicht mit Sicherheit lässt sich sagen, ob Pytheas selbst Thule als Insel bezeichnet hat. An dieser Stelle sei erwähnt, dass kein antiker Geograph die Kenntnis darüber besass, dass es sich bei Skandinavien um eine Halbinsel handelt. Erstmals wurde dieser Fakt von Adam von Bremen im 11. Jahrhundert erwähnt.</p>
<div>
<hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Martin Ninck. <i>Die Entdeckung von Europa durch die Griechen</i>. Basel: Schwabe, 1945.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a> Strabon, ca. 63 v. Chr. bis 3 n. Chr., antiker Geschichtsschreiber und Geograph.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref3">[3]</a> Eratosthenes von Kyrene, ca. 276-273 v. Chr. bis 194 v. Chr., vielseitiger griechischer Gelehrter zur Blütezeit der hellenistischen Wissenschaften.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref4">[4]</a> Claudius Ptolemäus, ca. 100 n. Chr. bis ca. 160 n. Chr., Astronom und Mathematiker.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref5">[5]</a> Eminus von Rhodos, 1. Jh. v. Chr., griechischer Astronom, Stoiker und Mathematiker.</p>
</div>
</div>
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		<title>Klaudios Ptolemaios</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jun 2013 09:09:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Ptolemäus]]></category>
		<category><![CDATA[Weltbild]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Grieche Klaudios Ptolemaios, meist latinisiert zu Ptolemäus, lebte im 2. Jahrhundert n. Chr. und wirkte als Bibliothekar der bedeutenden Bibliothek von Alexandria. Er war Mathematiker, Astronom und Philosoph und vertrat das nach ihm benannte ‚ptolemäische Weltbild‘, dem zufolge die Erde der Mittelpunkt des Universums ist, um den sich alle anderen Himmelskörper in kristallenen Sphären drehen. Obwohl sich dieses Weltbild mit der Durchsetzung des Heliozentrismus im 16. Jahrhundert als fehlerhaft erwies, setzte Ptolemäus neue Massstäbe in der Geographie. Nachdem sein Werk in Europa lange Zeit in Vergessenheit geraten war, löste die humanistische Wiederentdeckung der Geographia um 1400 einen neuen Entwicklungsschub in der Kartografie aus. Ptolemäus bot innovative mathematische Lösungen für die kartografische Projektion der Kugel auf die Fläche und führte Regeln in seine Disziplin ein wie das massstabgetreue Zeichnen von Karten mithilfe von Längen- und Breitengraden oder die konsequente Orientierung nach Norden. In der Cosmographia findet Ptolemäus Erwähnung als der ‚höchst und fürnemst Astronomus‘. Münster folgt seinen kartografischen Grundlegungen und widmet seiner Methodik ein ganzes Kapitel.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Grieche Klaudios Ptolemaios, meist latinisiert zu Ptolemäus, lebte im 2. Jahrhundert n. Chr. und wirkte als Bibliothekar der bedeutenden Bibliothek von Alexandria. Er war Mathematiker, Astronom und Philosoph und vertrat das nach ihm benannte ‚ptolemäische Weltbild‘, dem zufolge die Erde der Mittelpunkt des Universums ist, um den sich alle anderen Himmelskörper in kristallenen Sphären drehen. Obwohl sich dieses Weltbild mit der Durchsetzung des Heliozentrismus im 16. Jahrhundert als fehlerhaft erwies, setzte Ptolemäus neue Massstäbe in der Geographie. Nachdem sein Werk in Europa lange Zeit in Vergessenheit geraten war, löste die humanistische Wiederentdeckung der Geographia um 1400 einen neuen Entwicklungsschub in der Kartografie aus. Ptolemäus bot innovative mathematische Lösungen für die kartografische Projektion der Kugel auf die Fläche und führte Regeln in seine Disziplin ein wie das massstabgetreue Zeichnen von Karten mithilfe von Längen- und Breitengraden oder die konsequente Orientierung nach Norden. In der Cosmographia findet Ptolemäus Erwähnung als der ‚höchst und fürnemst Astronomus‘. Münster folgt seinen kartografischen Grundlegungen und widmet seiner Methodik ein ganzes Kapitel.</p>
<p><a href="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Klaudios_Ptolemaios_Aufhang_Web.png"><img class="alignnone size-large wp-image-1474" alt="V3_Klaudios_Ptolemaios_Aufhang_Web" src="http://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Klaudios_Ptolemaios_Aufhang_Web-1024x293.png" width="1024" height="293" srcset="https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Klaudios_Ptolemaios_Aufhang_Web-1024x293.png 1024w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Klaudios_Ptolemaios_Aufhang_Web-290x83.png 290w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Klaudios_Ptolemaios_Aufhang_Web-300x85.png 300w, https://paperlandscapes.unibas.ch/wp-content/uploads/2013/06/V3_Klaudios_Ptolemaios_Aufhang_Web.png 1160w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></p>
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